Positiver Dialog mit Bürgermeister Christoph Schulz

Bürgerinitiative Hochwasser / Erkrath-Nord

Yvonne Müller-Wiegand, Michael von Roebel, Thomas Scheurer und Norbert Voss (v.l.) | Foto/Archiv: Ria Garcia

Bereits am Montag, den 23. Februar, war die Bürgerinitiative Hochwasser / Erkrath-Nord zu einem Gespräch in Rathaus eingeladen.

Zustande gekommen war der Termin im Rahmen der Mahnwache vor dem Rathaus am 12.07.2025, die anlässlich des 4. Jahrestages des Hochwasserereignisses von 2021 von der Bürgerinitiative abgehalten wurde. Hier kam die Bürgerinitiative erstmals direkt ins Gespräch mit dem Bürgermeister und konnte ihm die Sorgen und Befürchtungen der 2021 betroffenen Bürgerinnen und Bürger vermitteln. Im Rahmen dieses Gespräches hatte Bürgermeister Christoph Schultz vorgeschlagen sich zusammenzusetzen, sobald es neue Daten zur Bewertung des Hochwasserrisikos gäbe. Diese Daten waren von der Bezirksregierung Düsseldorf zunächst für das Jahresende 2025 angekündigt, jedoch hatte sich die Veröffentlichung noch ein wenig herausgezögert.

Im Rahmen des Gesprächs mit dem Bürgermeister und Frau Preußer, die das Thema auf Seiten der Stadtverwaltung begleitet, wurden die neuen Hochwasserrisikokarten der Bezirksregierung Düsseldorf gemeinsam betrachtet. Positiv fiel auf, dass die Düssel nun von Dorf Gruiten an als Risikogewässer bewertet ist und so eine ganzheitliche und interkommunale Betrachtung der Hochwasserschutzmaßnahmen auf den Weg gebracht werden kann. Ein entsprechendes Projekt sei auf Landesministerebene bereits initiiert, teile der Bürgermeister mit.

Weniger erbaulich war jedoch der Inhalt der neuen Hochwasserrisikodaten, der von den bisherigen Daten wenig bis gar nicht abweicht. Dies scheint aus Sicht von Bürgermeister und Bürgerinitiative aufgrund diverser Vorgaben und Gesetzte des Landes nicht möglich zu sein, zumal hierdurch auch weitere Hochwasserschutzmaßnahmen, wie z.B. der Nutzung des Frauenhofer Steinbruchs als Retentionsfläche, blockiert werden.

Bürgermeister Christoph Schulz wird sich in Gesprächen mit der Bezirksregierung dafür einsetzen, die Datenbasis der neuen Hochwasserrisikodaten zu hinterfragen und so weitere Hochwasserschutzmaßnahmen für die Erkrather Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen. Das bereits angelaufene Vorhaben zur Schaffung einer Retentionsfläche auf dem Gelände der ‚alten Gärtnerei‘ / Morper Allee schreitet langsam voran. Aufgrund der Beteiligung des Landes zur Finanzierung des Vorhabens müssen einige zusätzliche bürokratische Schritte durchlaufen werden, die leider viel Zeit in Anspruch nehmen. In Kürze könnte mit konkreten Maßnahmen begonnen werden, so dass diese Retentionsfläche bis spätestens 2030 realisiert sei.

Alles in allem begrüßt die Bürgerinitiative den positiven Dialog mit Bürgermeister Christoph Schulz und sein Engagement für den Hochwasserschutz. Wir hoffen, dass seine Initiativen erfolgreich sein werden und er so aktiv dazu beiträgt, dass sich ein Hochwasserszenario wie 2021 nicht wiederholen kann.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*