
Dank der Förderungen des Kreises Mettmann, des Landschaftsverbands Rheinland und der NRW-Stiftung kann das Planetarium in Hochdahl technisch neu ausgestattet werden. Das ist eine Investition in Wissen und Kultur.
Für das Planetatium Stellarium Erkrath ist es ein bedeutender Schritt in die Zukunft. 650 Tsd. Euro werden in die Modernisierung der Planetariumstechnik gesteckt. Damit werden Astronomie und unser Universum in Erkrath-Hochdahl, mitten im schönen neanderland, auf völlig neue Weise erlebbar. Möglich wird diese Investition durch die Förderungen des Landschaftsverbands Rheinland, der NRW-Stiftung, der Stiftung der Kreissparkasse Düsseldorf, des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands und des Kreises Mettmann. Letzterer hatte erst in seiner letzten Kreistagssitzung am 9. Oktober 2025 auf Initiative des damaligen Landrats Thomas Hendele eine Unterstützung in Höhe von 100 Tsd. Euro beschlossen. Der Verein Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl ergänzt als Betreiber des Planetariums das Gesamtvolumen der Investition durch Eigenmittel.
Mehr als 30.000 Besucherinnen und Besucher zählt das Planetarium Stellarium Erkrath pro Jahr und gehört damit zu einer der meistbesuchten wissenschaftlich-bildenden und kulturschaffenden Einrichtungen in der Region. Viele Schulklassen aus einem Umkreis von rund 200 Kilometern nutzen regelmäßig die Angebote des Planetariums als ausserschulischen Lernort. Besucher kommen sogar aus London und den Niederlanden.
Im Oktober 2026 beginnt die Ausstattung des Stellariums mit einem Fulldome-Projektionssystem der neuesten Generation. „Diese hochmoderne Technologie ermöglicht realistische und immersive Darstellungen des Sternenhimmels, naturwissenschaftlicher Prozesse und wissenschaftlicher Simulationen auf neuem Niveau. Auch interaktive Einblicke in Echtzeitdaten aus dem vereinseigenen Observatorium werden künftig möglich sein“, so der Verein. Die Modernisierung bedeute für das Stellarium aber weit mehr als einen reinen Technologiewechsel, sie stärke den Bildungs- und Kulturauftrag der Einrichtung und eröffne neue Wege wissenschaftliche Inhalte zu vermitteln und erlebbar zu machen. Bereits seit 1967 engagiert sich der Verein, der anerkannte Weiterbildungseinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen ist, mit großem Einsatz für die astronomische, naturwissenschaftliche und kulturelle Bildung und von Kindern und Jugendlichen, sowie in der Weiterbildung von Erwachsenen.
Die immersive Vermittlung von Natur und Universum in Planetarien ist heute als immaterielles Kulturerbe des Landes Nordrhein-Westfalen anerkannt und gehört zugleich zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe. Das Stellarium Erkrath füllt diesen kulturellen Auftrag seit seiner Eröffnung im Jahr 1980 mit Leben und Leidenschaft und macht die Faszination des Universums für alle Generationen unmittelbar erfahrbar.
Feierliche Föderübergabe
Zur feierlichen Förderübergabe hatten sich die Fördergeber im Planetarium eingefunden. Bürgermeister Christoph Schultz unterstrich in einer kurzen Ansprache die Wichtigkeit der Förderung. Vereinsvorsitzender Max Mucha ergänzte: „Mit der heutigen Förderübergabe kann unsere Einrichtung ihre Rolle als Ort der Bildung, der Begegnung und der Inspiration weiter stärken. Das Stellarium bleibt damit ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens im neanderland und ein Leuchtturm der Wissenschaftsvermittlung weit über die Region hinaus.“ Ein wenig ließ er Revue passieren, mit welchen Aktivitäten die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins es in der Vergangenheit immer wieder geschafft haben den Betrieb am Laufen zu halten. Dabei hätten sie sich viele Nächte um die Ohren geschlagen und unter anderem hunderte Kilometer Kabel neu verlegt.
Landrätin Dr. Bettina Warnecke erklärte, dass der Kreis Mettmann die Arbeit des Vereins Sternwarte Neanderhöhe e.V. seit vielen Jahren unterstütze. Zur aktuellen Unterstützung sagte sie: „Ich freue mich sehr darüber, dass der Kreistag die notwendige technische Neuausstattung des Stellariums mit einem signifikanten Beitrag fördert und somit wesentlich zur Weiterführung des Betriebs hier in Erkrath-Hochdahl beiträgt.“ Auch Dr. Corinna Franz, LVR-Kulturdezernentin, erklärte, dass der Landschaftsverband Rheinland die technische Neuausstattung des Planetariums Stellarium Erkrath aus Mitteln der Regionalen Kulturförderung gerne unterstütze. „Das Stellarium ist im Kreis Mettmann und weit darüber hinaus ein leuchtendes Beispiel für vorbildliche kulturelle Bildung. Es begeistert Jung und Alt, schafft niedrigschwellige Zugänge zu Wissen und ermöglicht echte Teilhabe für Schulen, Vereine und Familien in der ganzen Region. Ein besonderer Dank gilt dem starken ehrenamtlichen Engagement, das dieses Planetarium trägt. Es zeigt auf eindrucksvolle Weise, welche Kraft Ehrenamt entfalten kann – indem es einen Ort des Lernens, des Staunens und der gemeinsamen Erfahrung für die gesamte Region erhält und weiterentwickelt.“
Die Vizepräsidentin der NRW-Stiftung, Prof. Dr. Schock-Werner, erinnerte daran, dass der snh mit dem Planetarium „Stellarium Erkrath“ das erste Planetarium in NRW betreibt, das mit einer Ganzkuppelvideoprojektion ausgerüstet wurde. „Durch die Förderung der Modernisierung der Projektionstechnik wird die wichtige Arbeit des Planetariums für die Zukunft sichergestellt“, betont sie.

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