Nichts Neues zum evangelischen Gemeindehaus?

von Ria Garcia

Foto: RG

Seit Oktober 2024 ist das evangelische Gemeindehaus in der Sandheide geschlossen. Seit dem ist es still geworden.

Bereits im Juli 2024 hatte Peter Urban bereits seine Sorge geäußert, dass das Gemeindehaus zu einer Bauruine verkommen könnte, wie das Gemeindehaus in Unterfeldhaus. Als er erfuhr, dass bereits Gespräche mit der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann laufen, der barrierefreies Servicewohnen mit einem Quartierszentrum für Senioren plante, begrüßte er diese Idee und verfolgt und begleitet seit dem die Diskussion um die Zukunft des Gemeindehauses. Seit inzwischen mehr als 19 Monaten. „Im Oktober 2024 erfolgte die Schließung – begründet durch den schlechten baulichen Zustand und sinkende Kirchensteuereinnahmen. Doch was als Chance für den Stadtteil begann, entwickelt sich zunehmend zu einer Hängepartie“, zeigt er sich enttäuscht.

Eigentlich, so erklärt Urban, sollte es Ende 2024 Klarheit durch eine Machbarkeitsstudie geben. Dann aber folgte der Rückzug der Diakonie. „Warum dieses sehr gute Vorhaben scheiterte, bleibt schleierhaft. Gab es hier gravierende Kommunikationsprobleme zwischen der Kirche, der Stadt Erkrath und der Diakonie?“, fragt Peter Urban. Klar war indes, dass das Gemeindehaus im März oder April abgerissen werden soll. Aber auch das verzögert sich, wie er erfuhr. „Weil ein Wertgutachten erstellt werden muss, da sich weitere Interessenten gemeldet haben“, hat er in Erfahrung gebracht. „Dieses Hin und Her aus vagen Ankündigungen und neuen Verzögerungen muss ein Ende haben!“ Die Sandheide brauche keinen weiteren Leerstand, sondern dringend bezahlbaren Wohnraum. Als mahnendes Beispiel nennt er erneut das ehemalige Gemeindehaus in Unterfeldhaus, das – nachdem es an einen Investor verkauft wurde – seit vielen Jahren als Bauruine mitten in einem Wohngebiet „glänzt“.

„Ein solches Schicksal darf der Sandheide nicht drohen. Ich fordere die Verantwortlichen der Kirche und die Stadtspitze auf: Setzen Sie sich endlich an einen Tisch! Schaffen Sie Klarheit, was machbar ist. Wenn die Kirche oder die Stadt nicht bauen kann, ziehen Sie Wohnungsbaugenossenschaften hinzu. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf einen verbindlichen Plan statt auf weitere Vertröstungen“, spricht Peter Urban klare Worte.

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