Neutraler Feierabendmarkt im August

Von Christian Zimmer

Blick über den Feierabendmarkt im August 2025. Foto: Christian Zimmer

Nach dem schwächere Feierabendmarkt im Juli war auch der Feierabendmarkt am 20. August stark ausgedünnt. Weshalb die Parteistände nur im Bavierpark stehen durften.

Rund elf Stände waren da, weniger als angekündigt. Katharina Salzburg von der städtischen Wirtschaftsförderung begründete dies mit der Urlaubszeit. „Drei Stände sind nicht gekommen und haben auch nicht abgesagt“, berichtete sie zudem. „Wir waren auch etwas geschockt, als wir das gesehen haben.“ Von den Foodtrucks waren gerade einmal das Cocktailtaxi, der Crêpes-Stand, der Burger-Schulbus, die Bio-Bude und die Kulturbar gekommen. Der Bio-Bude gingen mangels Alternativen für die Besucher sogar die Pommes und Brötchen vorzeitig aus.

Auch bei den übrigen Ständen war weniger los. Die Senta-Tageshilfe, die katholische und evangelische Kirche mit dem Haiti-Laden und der Seniorenrat waren da. Die Karnevalsgesellschaft ‚Die Letzten Hänger‘ verkaufte Bowle. Den Getränkestand unter der Markthalle hatte die IG Erkrath übernommen. Die Helfer vom Ortsverband Erkrath des Deutschen Roten Kreuz zogen ihre Runden. Die Stadt selbst informierte über Klimaschutz und man konnte vor Ort seine Meinung kundtun, ob man für oder gegen wiederverwendbare Pizzakartons ist.

Für Musik sorgte wieder Dirk Trümmelmeyer, der mit seinem Saxophon schon zu den Stammmusikern des Feierabendmarktes zählt. Unter der Markthalle waren weiterhin die Stützen umzäunt, an denen Bauarbeiten stattfinden. Laut Salzburg werden sich die Arbeiten noch hinziehen. „Ich hoffe, dass wir im Oktober einen Feierabendmarkt ohne Absperrzäune haben werden“, sagte sie.

Saxophonist Dirk Trümmelmeyer. Foto: Christian Zimmer
Absperrzäune an den Stützen der Markthalle. Foto: Christian Zimmer

Parteien in den Bavierpark verbannt

Im Wahlkampf zur Kommunalwahl gab es auch Parteistände – die durften sich aber nicht in die Lücken des Feierabendmarktes stellen, sondern nur in den Bavierpark. Auf Nachfrage heißt es aus dem Rathaus, dass die Gründe dafür in der Neutralitätspflicht der Stadtverwaltung liegen würden. „Da es sich beim Feierabendmarkt um eine Veranstaltung der Stadt Erkrath handelt (private Veranstaltung durch Sondernutzungserlaubnis), durfte hier keine Wahlwerbung stattfinden.“

Die Wochenmärkte, auf denen es Parteistände gibt, seien hingegen „eine öffentliche Einrichtung“. „Da die Wochenmärkte zudem regelmäßiger stattfinden, kann hier allen Parteien auch ausreichend Zeit und Raum gegeben werden, sich entsprechend zu platzieren“, heißt es weiter. Nach 18 Uhr standen noch Stände von CDU, BmU und Bündnis 90/Die Grünen im Bavierpark. Auf dem Feierabendmarkt wäre auch für die restlichen lokalen Parteien noch mehr als ausreichend Platz gewesen. So war der Feierabendmarkt zwar kleiner, aber immerhin wurde die Neutralität gewahrt.

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