
Covestro antwortet mit alten Phrasen zum „unwahrscheinlichen Fall einer Störung“
Wie uns bekannt wurde hat Covestro die durch die CO-Giftgas-Pipeline bedrohten 10 Trassengemeinden zu neuen Gesprächen zum Alarm- und Gefahrenabwehrplan (AGAP) eingeladen.
Unsere Nachfrage zu den Ergebnissen hat eine ernüchternde Antwort ergeben.Stereotyp wird wiederholt: „Die Sicherheit der Anwohner und der Umwelt ist für uns fundamental“. Auf die Kritik oder offene Probleme wird nicht eingegangen. Besonders dreist erscheint die Aussage: „Der AGAP ist ein zentraler Bestandteil dieses Sicherheitskonzepts und regelt im unwahrscheinlichen Fall einer Störung die Zusammenarbeit zwischen Covestro und den zuständigen Behörden sowie Feuerwehren.“
Gerade vor einigen Tagen erregte dieser „unwahrscheinliche Fall“ eines Pipeline-Lecks in der Uckermark deutschlandweit Aufsehen. Betreiber solcher Gasleitungen wollen nicht wahrnehmen, dass es 25 Unfälle an Gasleitungen in NRW alleine in den Jahren 2014 bis 2023 gab. Dabei waren auch dramatische Folgen wie eine Gasexplosion in einem Haus in Bochum im Jahr 2023.
Eine Suche über Google News zeigt die Häufigkeit beschädigter Gasleitungen durch Bagger.

Ein Leck an der CO-Pipeline würde erheblich schlimmere Folgen zeitigen. Dies ist der von Bayer den Ärzten schon im Jahr 2010 vorgelegten Ausbreitungsgrafik zu entnehmen. Das würde bedeuten, dass 140 Tote und 790 Schwerverletzte in einem nahegelegenen Wohngebiet zu beklagen wären. Dabei ist es fraglich, ob überhaupt eine rechtzeitige Warnung erfolgen könnte. Die Rettungskräfte – Feuerwehren und Polizei – haben schon früh gewarnt: „Wir können nicht alle retten.“
Wenn Covestro auch nach der Übernahme durch ADNOC jetzt weiter auf die Zustimmung zum AGAP drängt, obwohl die Maßnahmen aus der Planänderung aus dem Jahr 2012 bis heute nicht begonnen wurden, dann gilt für uns umso mehr: Wir halten weiter Wache.
Für weitere Auskünfte und Informationsmaterial wenden Sie sich gerne anunseren u.g. Kontakt
Dieter Donner | Pressekoordinator der Stopp Bayer-CO-Pipeline Initiativen Monheim, Hilden, Langenfeld, Erkrath, Ratingen, Solingen, Düsseldorf | Humboldtstraße 64 | 40723 Hilden | Telefon (02103) 65030 | dietersdonner@arcor.de

Ist doch ganz einfach! Wer in der Nähe einer solchen Leitung oder gar unterhalb davon wohnt, der zieht weg. Und wer dort Eigentum hat, der hat eben Verlust beim Verkauf. Oder sind dies keine Fakten?
Mir waren die Auswirkungen der Flut in Alt-Erkrath eingefallen, unten liegende Gebäude betroffen war. – Als Erkrath noch ein Dorf war, da lebte man auch in (entsprechend) höhergelegenen Häusern. – Die Flut kommt regelmäßig wieder und damit die Schäden.
Wen der „unwahrscheinliche Fall“ eintritt, dann gibt es die üblichen Sprüche und keiner der Verantwortlichen hat Schuld. Denken wir doch einfach an die jüngsten Anschläge der „Vulkangruppe“ und fragen uns dann, wie wahrscheinlich es wird, daß eine Schwachstelle, wie diese, genutzt wird?
Die jüngste Entwicklung in Deutschland muß solche Anschläge einkalkulieren!