
Bürgerreporter Wolfgang Scheurer, auch Beiratsvorsitzender im Haus Bavier, hat die Berichterstattung zur Karnevalsfeier im Haus Bavier ganz wie in einer Büttenrede in Reimform gefasst:
Am letzten Samstag – man glaubt es kaum,
da wurde es närrisch vor dem Haus Bavier-Raum.
Im Haus Bavier, der Seniorenresidenz der Diakonie,
nahm Frohsinn seinen schönsten Anfang und Lauf geschwind.
Bei Sonnenschein, so mild wie im Mai,
waren die Sorgen des Alltags schnell vorbei.
Die Bewohner, geschniegelt, mit Hut und mit Schal,
erlebten den Erkrather Karnevalsumzug – ein farbenfrohes Spektakel allemal.
Mit „Erkrath Helau!“ und fröhlichem Lachen
zogen die Wagen mit Kamelle und tollen Sachen.
Die Augen der Senioren leuchteten heiter,
der Frühling schien plötzlich gar nicht mehr weit, er kam näher und weiter.
Doch damit war noch lange nicht Schluss,
denn mittwochs folgte der nächste Karnevalsgenuss.
Im Café des Hauses, festlich geschmückt,
wurden Herzen bewegt und Gemüter entzückt.

Nach herzlicher Begrüßung durch Frau Ballmann sodann,
stimmten alle dreimal „Erkrath Helau!“ kräftig an.
Dann trat er auf mit Stimme und Charme –
TJ Thomas hielt das Publikum fest in seinem Arm.
Mit alten und neuen Karnevalshits im Reigen,
ließ er die schönsten Melodien erklingen und steigen.
Er führte musikalisch durch Schlager und mehr,
ließ Erinnerungen tanzen – beschwingt und beschwer’.

Passend dazu, man staunte nicht schlecht,
kam ein Double, dem Original verblüffend gerecht:
Wolfgang Petry schien plötzlich im Saale zu stehen –
verkörpert von Thomas Leich, kaum zu übersehen.
Mit Freundschaftsbändern und Hits voller Schwung
sang er die Lieder – textsicher und jung.
Da wurde geschunkelt und kräftig gelacht,
bis selbst der Letzte begeistert mitgemacht.
Ein weiterer Höhepunkt, mit Witz und Verstand,
kam vom Beiratsvorsitzenden aus eigenem Land:
Wolfgang Scheurer hielt die Büttenrede bereit,
voll Charme, Humor und närrischer Heiterkeit:
„Ihr lieben Leut’, schaut euch mal an,
was man in eurem Alter alles kann!
Ich steh’ hier schau in den Saal,
ihr seid heut’ wirklich erste Wahl.
Die Haare liegen, das Gebiss sitzt fest,
wir feiern heute das Narrenfest!
Man sagt ja oft, die Zeit vergeht,
und dass der Wind nun anders weht.
Doch wer behauptet, wir wär’n alt,
den lässt der Karneval wohl kalt!
Wir sind nicht „alt“, das ist gelogen,
wir sind nur „historisch hochwertig“ erzogen!
Hier im Seniorenheim, da ist was los,
die Stimmung hier ist riesengroß.
Morgens um sieben, die erste Schlacht:
Wer hat als Erster den Rollator startklar gemacht?
Mit 10 km/h geht’s über’n Flur,
das ist Renngefühl und Action pur!
Und bei der Gymnastik, da zeigt sich die Kraft,
da wird mit dem Gummiball alles geschafft.
„Arme hoch, Beine strecken“, ruft die Trainerin laut,
während mancher Herr schon zur Nachbarin schaut.
Denn Flirten, das sage ich euch ganz ungeniert,
ist etwas, das man auch mit achtzig nicht verliert!
Das Essen hier ist meistens fein,
es muss ja nicht immer Kaviar sein.
Doch eines, das ist wirklich wahr:
Die Sahne am Sonntag ist wunderbar!
Nur eines fehlt uns manchmal hier im Haus:
Ein Zapfhahn für Freibier – das wär’ ein Schmaus!
Auch die Pfleger, die wir alle so schätzen,
müssen sich täglich für uns abhetzen.
Sie bringen die Pillen, sie bringen den Tee,
und pusten auch mal, tut der Zeh grade weh.
Wir danken euch heute mit Jubel und Sang,
ihr seid unsere Engel, das ganze Jahr lang!
Was lernen wir nun aus der Narretei?
Das Alter ist uns einerlei!
Solang’ das Herz noch fröhlich schlägt,
und man sich zum Schunkeln ein bisschen bewegt,
da bleibt man im Geiste jung und bereit –
für Humor und eine gute Zeit.
Drum hebt nun das Glas (oder die Tasse mit Tee),
tut das Alter auch manchmal ein bisschen weh.
Wir feiern das Leben, wir feiern den Tag,
weil jeder von uns den Karneval mag!
Ich rufe euch zu, mit viel Helau:
Ihr seid die Besten, das weiß ich genau!
Dreimal Erkrath Helau !!!“ Rede: Wolfgang Scheurer



Zum krönenden Abschluss, man glaubt es kaum,
erfüllte noch einmal Musik den Raum:
TJ Thomas brachte internationale wie nationale Hits dar,
und die Stimmung war einfach wunderbar.
Bei Sekt, Kaffee, Bier und feinen Häppchen,
klangen die Stunden in fröhlichen Etappen.
Ein Nachmittag, der Herzen bewegt und vereint –
so waren sich alle Beteiligten einig gemeint. Mit einem dreifachen, kräftigen Hall:
„Erkrath Helau!“ erschallte es durchs ganze Haus und Saal.
Ein gelungenes Fest, das lange noch bleibt –
weil Freude im Haus Bavier stets weiter treibt.

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