
Eine Kooperation zwischen dem KunsTHaus Erkrath und dem Gymnasium am Neandertal gibt Schülern der Kunst-Leistungsklassen die Möglichkeit ihre Arbeiten im KunsTHaus auszustellen.
Das Motto der Kunstaktion war Metarmophosen. Der Begriff steht für Verwandlung oder Gestaltwandlung. Eine Verwandlung brachte die Ausstellung ansich hervor, denn der Ausstellungsraum des KunsTHauses verwandelte sich in einen lebendigen Raum voller Jugendlicher Nachwuchskünstler, Eltern, Lehrern und Interessierten. Rund 50 Menschen füllten den Ausstellungsraum.
Kunstlehrerin Swantje Fuhrmann begleite ca. 20 Schüler aus der 10. Klasse (WP-Kunst), die Korallenmodelle gestaltet hatten. Aus dem LKU der Klasse 12 nahmen 14 Schüler mit Lehrer Carsten Lummert an der Ausstellung teil. Sie hatten gemeinsam aus Kohlezeichnungen einen Film erstellt. Einige der Kohlezeichnungen, die für den Film verwendet wurden, waren in Papierform auch ausgestellt. Eröffnet wurde die Vernissage durch eine kurze Begrüßungsrede von Wolfgang Sendermann, der darin noch einmal die Zusammenarbeit zwischen KunsTHaus und dem Gymnasium am Neandertal hervorhob. Auch Künstlehrerin Swantje Fuhrmann und einige Schüler sprachen zur Eröffnung einige Worte.
Die Schülerinnen und Schüler hatten sich unter dem Motto „Metamorphosen“ auf vielfältige Weise mit dem Wandel als grundlegendem Prinzip des Lebens auseinandergesetzt. Mit dem Begriff Metamorphose werden Übergänge abgebildet, ob biologisch, gesellschaftlich oder persönlich und beschrieben, wie aus Bekanntem etwas Neues entsteht und Bestehendes sich neu formt. „Die Schüler haben sich dem Thema Metamorphose mit großer experimenteller Neugier genähert“, erklärt Lehrerin Swantje Fuhrmann. Dabei hätten sie mit natürlichen und auch künstlichen Werkstoffen gearbeitet. Organische Materialien, wie Ton oder Fundstücke aus moderenen Kunststoffen seien zum Einsatz gekommen. Auch mit digitalen filmischen Experimenten hätten Schüler eigenständige Arbeiten entwickelt, die Wandlungsprozesse auf vielfältige Weise erfahrbar gemacht haben.
Schaut man auf grundlegende Prinzipien des Lebens, spielen Korallenriffe eine nicht gerade unbedeutende Rolle. Sie nehmen nur etwa 0,2 Prozent der Erdoberfläche ein und sind dennoch für ein Viertel der bekannten Meeresarten unverzichtbar und spielen als Hort für viele Fischarten eine bedeutende Rolle für die menschliche Ernährung. Bedingt durch die Klimakrise sterben allerdings viele Korallenriffe ab. Mit der Korallenbleiche verlieren sie ihre einst bunte Vielfalt. So sind auch die aus Ton gestalteten Korallen der 10. Klässler, wie ein Mahnmal nicht etwa bunt, sondern bleich.

Die Kohlezeichnungen der 12. Klässler erlebten ihre Metamorphose im Stop-Motion-Verfahren, in dem die Bilder immer wieder bewegt und abfotografiert wurden, woraus schließlich ein animierter Film entstand. In den Kohlezeichnungen und annimierten Filmsequenzen hatten sich die Schüler mit aktuellen Problemen unserer Zeit auseinandergesetzt und ihren persönlichen Blick auf die Welt einfließen lassen.

Die Ausstellung, die noch bis zum 1. Februar 2026 im KunsTHaus Erkrath zu sehen ist, lädt dazu ein, den Transformationsmomenten nachzuspüren und die unterschiedlichen Formen des Werdens und Vergehens zu entdecken. Während der Vernissage, die der Schülerzahl und anwesenden Eltern und Interessierten geschuldet, leicht überfüllt war, war es schwierig sich den Exponaten ausführlich zu widmen. Insofern lohnt sich für die Gäste der Vernissage ein zweiter Besuch mit mehr Zeit und Raum für die Kunst der jungen Nachwuchskünstler. Die hatten am vergangenen Freitag betont, wie viel Spaß ihnen das Kunstprojekt im vergangenen halben Jahr gemacht hat und waren zurecht stolz auf ihre Arbeitsergebnisse.

Kommentar des Autors: Schade, dass das Gymnasium Hochdahl derzeit noch ‚im Exil‘ in Benrath verweilt. Ich erinnere mich gerne an die Schulzeit meiner Tochter und daran, dass auch im Gymnasium Hochdahl Kunst einen großen Stellenwert hat.

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