Kuschelige Hofatmosphäre: Maifest der Jonges

von Ria Garcia

'Die drei von der Tankstelle' (Ercroder Jonges) v.l.: Michael Scharnagl, Stefan Hoffmann, Boris Nikolic. Foto: © Lutz Wulfestieg

Nach langer Zeit konnten auch die Ercroder Jonges wieder einmal richtig feiern und auf dem Innenhof der Hochdahler Straße 2, den Mitglied Scharnagl zur Verfügung gestellt hatte, drängten sich die Besucher dicht an dicht.

In diesem Jahr hat das Maifest der Ercroder Jonges einen neuen Platz gefunden: Die Hochdahler Straße 2. Früher Tankstelle, hat heute im vorderen Teil der Hong Kong Grill seinen Standort. „Das hatte zum einen organisatorische und logistische Gründe, zum anderen hatten sich Mitglieder häufig wieder ‚Hof-Atmosphäre‘ gewünscht“, erklärte Boris Nikolic, Schriftführer der Jonges. Auf dem ‚Scharnagl-Grundstück‘ seien die Mitglieder weniger Druck beim Auf- und Abbau ausgesetzt, als an der Bavierschule, an der erst Freitags nach Schulschluss begonnen werden konnte und spätestens Sonntagsnachmittags alles wieder abgebaut werden musste. Auch seien keine vorherigen Anträge nötig, wenn auf Privatgelände gefeiert wird. „Für die Feier an der Bavierschule haben wir immer viel mehr ‚Man-Power‘ benötigt.“

In der Flut hatten auch die Ercroder Jonges einen ganzen Teil ihrer Ausrüstung verloren. „Wir sind stolz, dass wir einen Teil retten konnten. Dazu gehören auch die Bierzeltgarnituren“, erzählte und Nikolic. Der Hänger habe zudem oberhalb von Haus Brück auf der Wiese gestanden, sodass auch er die Flut unbeschadet überlebt hatte. Der neue Bierwagen hatte beim Maifest Premiere. Vier Wochen zuvor hatten die Jonges ihn beim Mitgliederfrühschoppen eingeweiht. „Das ist aber die erste richtige Veranstaltung mit dem Bierwagen“, verrieht Nikolic.

Bevor das Maifest in den letzten Jahren auf den Schulhof der Bavierschule gezogen war, fand es auf dem Kindshof statt. Die ‚intime‘ Festatmosphäre eines Hofs ließ sich auf dem Schulhof nie so ganz herstellen und so feierten am Samstag alle bester Laune eng nebeneinander auf dem Innenhof an der Hochdahler Straße. „Fünf Minuten vor Start waren schon alle Bänke auf dem Hof gefüllt“, sagte und Stefan Hoffmann, 2. Vorsitzender, als wir gegen 15.30 Uhr das Fest besuchten. „Wenn die Jonges Feiern, wird das eigentlich immer gut angenommen“, ergänzte er. Rund 200 Menschen tummelten sich auf dem Hof und das war, wie wir erfuhren durchgängig so. „Wir haben hier heute Leute gesehen, die haben wir seit Jahren nicht mehr gesehen“, freute sich auch Michael Scharnagl.

Ein Tisch voller Majestäten

Wer sich ein wenig in der Karnevalsszene auskennt, machte schnell einen Tisch aus, an dem an diesem Nachmittag ‚jede Menge Majestäten‘ saßen. Der ‚Karnevalstisch‘ wartete mit dem amtierenden Erkrather Prinzenpaar, zwei Präsidenten und einer Präsidentin, drei Prinzen, einem Ex-Prinz und zwei Jungfrauen auf. So zahlreich die Majestäten, so zahlreich die Karnevalsgesellschaften, denn der Tisch mischte die Große Erkrather KG, Die letzten Hänger und die Närrischen Schmetterlinge aus Düsseldorf. Der erwähnte Ex-Prinz war natürlich Udo Wolfram, Vorsitzender der Großen Erkrather KG und in der Vergangenheit auch Prinz Udo I, der sich auch einen Namen als ‚Prinzenrolle‘ machte. „Wir haben uns hier nicht verabredet“, beteuerte Udo Wolfram. Aber gefunden habe man sich eben und so an einem Tisch versammelt.

Impressionen vom Maifest 2022

Brauchtum und Geschichte

Ein bisschen Geschichte gehört natürlich auch dazu, wenn die Jonges Feiern. Und so gab es für alle Besucher Filmvorführungen des Films ‚Erkrath – eine Siedlung entsteht‘. Der 60-minütige Film lief um 15, 17 und 19 Uhr.

Während Eltern oder Großeltern feierten oder den Film anschauten, tobten die Kinder im hinteren, von der Straße abgewandten Teil des Hofs, bei schönstem Sonnenschein auf der eigens aufgebauten Hüpfburg.

Und was steht sonst noch bei den Ercroder Jonges an?

In diesem Jahr feiern die Ercroder Jonges 40-jähriges Bestehen. Das soll auf jeden Fall im Sommer noch gebührend gefeiert werden. Ob das nun im Kombination mit dem Brückenfests geschehen kann, ist noch unklar, denn auch Haus Brück stand im letzten Sommer bei der Flut 1,5 Meter unter Wasser. Noch ist nicht wieder alles hergerichtet. „Wir werden auf jeden Fall das 40ste Jubiläum feiern, in welcher Art auch immer“, versprach Stefan Hoffmann, der gleich noch einen Wunsch an uns richtete: „Bitte schreibt auch, dass wir uns als Vorstand für die tolle Mitarbeit der Mitglieder bedanken. Die waren alle sofort da und haben geholfen. Sind einfach da, wenn etwas geplant wird.“ Da waren sie auch am Samstagnachmittag in großer Anzahl und hatten durchgehend alle Hände voll zu tun.

Neben der Feier zum 40-jährigen planen die Jonges, wie auch im letzten Jahr, als Vater Scharnagl bei der Planwagentour unterstützte, die nächste Herbstwanderung. Die soll in diesem Jahr auf jeden Fall wieder stattfinden.

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