Kunterbunte kleine Kunstobjekte

© TSV / Gabriela Klosa

Im TSV Jugendzentrum ist in der Vergangenheit schon so manches ‚Kunstobjekt‘ entstanden. In den letzten Wochen ging es rund um Rita Döhmer wieder richtig kreativ zu.

Unter den Besuchern des TSV-Jugendzentrum schlummert so manches Talent. Das weiß Rita Döhmer, die mit den Kindern und Jugendlichen schon zweimal zu einer Fotowoche im Ferienspaß aktiv war. Dieses mal ging es aber um ein Kunstprojekt. In einer offenen Kreativ-Werkstatt, die an vier Terminen stattfand, konnten sich kleine Künstler mit Schere, Schaumstoff und allerhand Deko an die Gestaltung von Tieren und Skulpturen heranwagen. „Ganz nebenbei haben die Teilnehmer erfahren, dass sich Kunst aus vielem herstellen lässt, was zu Hause in den Schränken schlummert oder als Verpackungsmüll in der Tonne landen würde“, freute sich Gabriela Klosa über die von Rita Döhmer eingebrachte Idee. „Wir waren wirklich neugierig, wie viele Kinder sich auf dieses offene Angebot einlassen“, erinnerte sie sich an die Vorbereitungen. Am Ende waren es sieben bis neun Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahre, die sie pro Termin einfanden.

Ein kleiner Zoo und Skulpturen aus Schwämmen und Schwammtüchern

Rita Döhmer, die in ihrem Berufsleben in der Pharmaforschung eher nüchternen Dingen nachging, hat den Ausgleich darüber gefunden, dass sie eine Ikebana-Schulung besuchte und diese Kunst später selbst 20 Jahre lang unterrichtete. Seit sie im Ruhestand ist, suchte sie nach Aufgaben, die sie fordern. Im TSV Jugendzentrum hat sie diese als Ehrenamtlerin gefunden. Es macht ihr Freude in Kindern und Jugendlichen die Motivation zu wecken und sich genauso von deren Ideen und Herangehensweisen inspirieren zu lassen.

Die Idee Tiere aus Schwämmen zu basteln hatte sie in einem Newsletter entdeckt. Eine Anleitung, wie diese herzustellen seien, gab es allerdings nicht, also probierte Rita Döhmer selbst aus, was sich alles aus Schwammtüchern und Haushaltsschwämmen herstellen lässt und das war eine ganze Menge. „Das ist alles ‚Made by Döhmer'“, verriet sie lachend.

Mit den Kinder bastelte sie in der offenen Kreativ-Werkstatt Schmetterlinge, Küken, Schweinchen, Fische, Schlangen und Elefanten. „Ich hab im Vorfeld überlegt, was die Kinder schon selbst können und was vielleicht zu schwierig ist. Ich hab zum Beispiel einige Elefantenbeine schon vorbereitet“, erklärte sie. Mit jedem Mal wurden die Tiere ein klein wenig größer und als dann alle Kinder bereits Übung in der Herstellung hatten, begab man sich an Skulpturen. „Da sind die so richtig drauf abgefahren“, war Rita Döhmer überrascht. Eigentlich hatte sie vorher angenommen, dass den Kindern das Basteln der Tiere mehr Spaß macht, als die Herstellung von Skulpturen.

Während für den ‚kleinen Zoo‘ noch Haushaltsschwammtücher und -Schwämme reichten, brauchte es später größere Schaumstoffblöcke und -matten. „Wir haben dann gesucht und schließlich die passenden Materialien im Baumarkt gefunden. Für die Skulpturen waren dann Sprühfarben nötig. „Ich hab die Kinder vorher gefragt, in welchen Farben der Block und die Skulptur eingesprüht werden sollen“, erklärte Rita Döhmer. Auch wenn Farben auf Wasserbasis gewählt wurden, sollten die Kinder keinen Risiken ausgesetzt sein. „Da die Skulpturen nach der Lackierung erst trocknen mussten, konnten die Kinder sie nicht sofort mit nach Hause nehmen.“

Wie schön die kleinen Kunstobjekte geworden sind, ist in der nachfolgenden Galerie sichtbar.

Impressionen der ‚Schwammkunst‘

Kim Dornfeld, die als freiwillige Helferin Ferienprogramme und Aktionen begleitet, hatte dann noch die Idee, wie man Fotos der kleinen Kunstwerke digital noch weiter bearbeitet (Sichtbar bei zwei ‚Schlangenbildern‘.)

Ein Projekt mit ‚Mehrwert‘

Gabriela Klosa und Rita Döhmer freuen sich vor allem, dass die Kinder sehen konnten, wie man aus ganz einfachen Materialien etwas Kreatives gestalten kann und dass man nicht immer nur Papier und Buntstifte nutzen muss. „Rita Döhmer hat den Kindern eine Gestaltungsvorlage gezeigt und die sind dann ganz kreativ ans Werk gegangen. So hatte jedes Tier am Ende einen ganz eigenen Charakter“, erzählte Gabriela Klosa. Bevor die Kinder ihre jeweiligen Tiere mit nach Hause nehmen durften, gab es eine gemeinsame Fotosession. „Wir haben dann die Arbeiten der gesamten Gruppe fotografiert und damit noch einmal unterstrichen: Wir sind als Gruppe besonders schön.“

Möglich wurde diese offene Kreativ-Werkstatt durch eine Förderung des Paritätischen Jugendwerks, das zuvor schon die Projekte ‚Art und Scating‘, ‚Junior Forscher unterwegs und die ‚Fotowoche‘ unterstützte.

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