Junges, freiwilliges Engagement im Naturschutz

KREIS METTMANN

: Nele, Adriano, Paul und Lea erreichten einen Amphibienzaun. Foto: Kreis Mettmann

Freiwilliges ökologisches Jahr beim Kreis Mettmann

Nachdem die vier Stürme Nadia, Ylena, Zeynep und Antonia durchgezogen sind und endlich wieder Ruhe eingekehrt ist, waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Freiwilligen ökologischen Jahres (FÖJ) beim Kreises Mettmann Nele, Paul, Lea und Adriano zusammen mit ihrem Betreuer Robert Scheuß zuletzt vor allem mit dem Aufbau der Amphibienleitwerke beschäftigt. Dabei werden Zäune entlang von Straßen gebaut, um die Kröten, Frösche und Molche vor dem Überfahren zu schützen, wenn sie auf dem Weg zu ihren Laichgewässern sind.

“Beim Zaunbau ist es besonders wichtig, dass die Amphibien keine Lücke finden. Dazu müssen Stangen in den Boden gesteckt werden. An ihnen wird der Zaun befestigt, der die Kröten, Frösche und Molche in zuvor positionierte Eimer leitet”, erklärt Robert Scheuß. Die Eimer werden regelmäßig auf der anderen Straßenseite geleert, damit die kleinen Tiere unbeschadet zum nahegelegenen Teich gelangen können.

Eigentlich wäre Paul im Eiszeitlichen Wildgehege im Neandertal eingeteilt gewesen. Wegen der wichtigen Arbeit bei den Amphibienleitwerken half er aber gerne seinen Kolleginnen und Kollegen in der Gruppe.

Am meisten Spaß hat ihm trotzdem die Arbeit im Wildgehege gemacht, wo er viel über den Umgang mit den Tarpanen, Auerochsen und den seit September dazugekommenen Wisenten gelernt hat: “Vor allem die Pferde sind sehr zutraulich, das finde ich richtig cool.”

Adriano ist besonders von den Wisenten angetan: “Es ist schön zu sehen, wie sie den Stall angenommen haben, bei dessen Bau wir auch mithelfen durften.”

Und auch sonst gibt es für die FÖJ’ler im Laufe des Jahres genug zu tun. Mal sind Wiesen auf den Biotopflächen des Kreises zu mähen, um den Lebensraum für Zauneidechsen, Salamander, Frösche und weitere Tiere offen zu halten. Hin und wieder muss ein Zaun repariert oder eine Infotafel neu aufgestellt werden. Handwerkliches Geschick lernen sie also fast täglich.

Außerdem stehen während des Jahres fünf einwöchige Seminare zu Umweltthemen auf dem Programm.

Als die vier jungen Leute im vergangenen August mit ihrem freiwilligen Jahr anfingen, hatten sie dafür ganz unterschiedliche Gründe. Die einen wollten Erfahrungen vor dem Studium sammeln, andere wussten noch nicht, wie es nach der Schule weitergehen soll und wollten erst einmal etwas Sinnvolles tun. Heute sagen alle, dass dieses erste halbe Jahr ihnen bereits viele wichtige Erfahrungen gebracht und ihr Leben bereichert hat.

Auch in diesem Jahr stellt der Kreis Mettmann wieder Jugendliche unter 27 Jahren mit und ohne Schulabschluss ein, die sich ab August in der Natur engagieren wollen. Interessierte können sich ab sofort beim Kreis Mettmann, Amt 61-2, Goldberger Str. 30, 40822 Mettmann (s.hanst-usorasch@kreis-mettmann.de ) bewerben. Die FÖJ’ler erhalten ein monatliches Taschengeld in Höhe von 385 Euro. Informationen gibt es auch im Internet unter www.foej.lvr.de

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