Im Rheinland brummt die Wirtschaft

IHK Düsseldorf

Symbolbild Luftfracht: mehmetkali / Pixabay

Neue Studie: Luftfracht ist für das Rheinland von großer Bedeutung

„Das Rheinland ist ein starkes Stück Nordrhein-Westfalen. Hier brummt die Wirtschaft und von hier aus werden internationale Geschäfte, Export- und Importwaren zu großen Teilen über die Flughäfen Düsseldorf und Köln abgewickelt. Und: Die Bedeutung der ‚fliegenden Waren‘ hat durch Corona deutlich zugenommen. Das belegt einmal mehr unsere gemeinsame, heute in Köln vorgestellte Studie zur Luftfracht für das Rheinland“, erklärt Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf und Vorstandsmitglied des Vereins Logistikregion Rheinland.
„Wir möchten den Menschen im Rheinland mit unserer Studie die Zusammenhänge zwischen der Luftfracht und den Gütern des täglichen Bedarfs verdeutlichen, denn der Weg vom Hersteller in Übersee bis zum heimischen Tisch ist nicht nur weit, sondern auch schwer durchschaubar“, fasst Markus Walke, Vorsitzender des Logistikregion Rheinland e.V., ein zentrales Ziel der neuen Studie „Die Bedeutung der Luftfracht für das Rheinland“ zusammen, die die Frankfurt University of Applied Sciences im Auftrag des Logistikregion Rheinland e.V. erarbeitet hat. Viele per Luftfracht transportierte Güter sind Teil des Alltags der Bürgerinnen und Bürger im Rheinland. Kleidung und Lebensmittel wie frisches Obst werden aus der ganzen Welt importiert. Medizin wäre ohne Luftfracht undenkbar: Impfstoffe und andere Medikamente werden von hier in die Welt verteilt oder erreichen das Rheinland per Flugzeug. Zentrale Akteure im Luftfrachtsystem des Rheinlands sind die beiden großen Flughäfen in Düsseldorf und Köln/Bonn. Über sie werden Waren im Wert von jährlich rund 22 Milliarden Euro verschickt und empfangen, dort werden direkt in der Luftfracht über 7.000 Menschen beschäftigt und sie stabilisieren die Lieferketten der Unternehmen vor Ort, insbesondere in der Corona-Krise.

Thomas Schnalke, Vorsitzender der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens: „Unser Airport ist ein hervorragend vernetzter Umschlagsstandort für Luftfracht mit einer zentralen Bedeutung für die Wirtschaft und die Versorgung der Bevölkerung in NRW. Insbesondere Güter des täglichen Bedarfs, Nahrungsmittel, Kleidung und Elektroartikel gelangen über unseren Flughafen schnell zu den Verbrauchern. Zu Beginn der Pandemie waren es außerdem dringend benötigte Schutzmasken und medizinische Hilfsmittel, die über den Düsseldorfer Airport ihren Weg ins Rheinland fanden. Aktuell gibt das Frachtgeschäft wichtige Impulse für die Streckenplanungen der Fluggesellschaften. Gleichzeitig eröffnet die Einflottung moderner Passagierflugzeuge mit attraktiven Frachtvolumina für Düsseldorf neue Chancen im Bereich der Beifracht. Gerade im Mittel- und Langstreckenbereich können so neue Angebote für unsere Passagiere entstehen und neue Märkte für Unternehmen erschlossen werden.“

„In Europa gehört der Köln Bonn Airport zur Top 10 der Frachtflughäfen. Als wichtigste Logistik-Drehscheibe für Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus hat der Flughafen seine systemrelevante Bedeutung sowie seine Ausnahmestellung für die Versorgung der Menschen und der Wirtschaft des Exportstandortes Nordrhein-Westfalen gerade auch während der Corona-Krise unter Beweis gestellt. Mit seinen globalen Verbindungen ist der Expressfracht-Standort Köln/Bonn das Tor zum Welthandel und sichert die Anbindung der exportorientierten Unternehmen in NRW an die internationalen Logistikketten“, sagt Johan Vanneste, Vorsitzender der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Die Flughafenstandorte bleiben zentrale Ankerpunkte für den Logistikstandort Rheinland vor, während und auch nach der Krise. Dabei darf die Verbindung zum Passagierverkehr aber nicht vergessen werden, denn 51 Prozent der weltweiten Luftfracht wird als Beiladung beziehungsweise Belly-Fracht in Passagiermaschinen transportiert. „Uns als Logistikregion ist es daher wichtig, dass die Flughäfen weiterhin eine Entwicklungsperspektive sowie Planungssicherheit für ihre Kapazität und ihre Betriebszeiten haben, um neue Airlines und neue Ziele auch für die Luftfracht zu erschließen“, so Markus Walke abschließend.

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