‚Honeymunch‘ is back again

Norbert Könner, Ralf Stritt und Andreas Stickel (v.l.n.r.) Foto: Gabi Förster

Als Trompeter und DJ ist Norbert Könner aus Mettmann vielen bereits ein Begriff. Aber er ist auch eins von drei Mitgliedern der Band ‚Honeymunch‘, einem Jazztrio, das Jazzfans meditativ anmutend in ungewohnte Sphären entführt.

Die Band ‚Honeymunch‘ ist nicht neu. 2001 gegründet brachte sie 2003 bereits das erste Album heraus, aus dem Fans der TV-Serie ‚Sex & the city‘ einen Titel kennen dürften. Damals zählte die Band fünf Mitglieder: Ralf Stritt (Fender Rhodes & Synthesizer), Andreas Stickel (Bass), Johan Fink (Drums), Michael Dau (Percussion) und Ulf Gronen(†) (Guitar). Norbert Könner gehörte damals noch nicht zum Bandkern, spielte gelegentlich Trompetenparts. Live konnte man ‚Honeymunch‘ schon auf den Leverkusener Jazztagen, bei Juicy Beats, Ostsee-Jazz, der Jazz Ralley Düsseldorf, den Hildener Jazztagen, dem Jazzfestival Mülheim oder beim Cityjazz Festival Braunschweig erleben. Aber nach dem Unfalltod des Gitarristen im Oktober 2007 wurde es erst einmal ruhig um die Band.

Erst im letzten Jahr fanden sich Ralf Stritt, Andreas Stickel und Norbert Könner zusammen, um einen erneuten Anlauf zu nehmen. Als Trio machten sie eine Tonaufnahme und gaben ‚Honeymunch‘ mit dieser Aufnahme eine neue Richtung. Die Band selbst ordnet sich in die Richtung Spiritual Jazz ein, eine Jazzform, die bereits in der 1960er Jahren entstand und Free-Jazz-Elementen besteht. „Eine komplett improvisierte Musik basierend nur auf groben Ablaufideen, die den Moment feiert“, sagte uns Trompeter Norbert Könner auf Nachfrage. Annähernd vergleichbar wäre in der heutigen Zeit der Musiker Nils Frahm, wobei ‚Honeymunch‘ das Ganze im Trio erweitert.

Hört man allerdings bei YouTube in Stücke von Nils Frahm herein oder sucht nach anderen Vertretern des Spiritual Jazz, lassen sich dennoch Unterschiede heraushören, die das neue ‚Honeymunch‘ Album ‚Kaleidoscope‘ einzigartig erscheinen lassen. ‚Spiritual‘ erhält bei ‚Honeymunch‘ eine neue Definition. Die ‚Free-Jazz-Elemente‘ finden hier meditativ klingend zusammen, so als hätten sie schon immer zusammengehört. Das trifft vielleicht auch auf die Band in ihrer heutigen Formation zu, deren Instrumente in einem Klangkosmos aus elektronischer und akustischer Musik sphärisch verschmelzen.

Das Album wurde im Oktober 2020 live im Kloster Maria Theresia in Düsseldorf aufgenommen. Es ist frei improvisiert und zieht den Hörer in einen magischen Bann. Erschienen ist es bei IRMA Records. Man darf schon jetzt gespannt sein, wie es mit ‚Honeymunch‘ und dem Trompeter Norbert Könner aus der Nachbarstadt Mettmann weitergeht.

  • Anzeige

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*