Historischer Durchbruch für Europas Wirtschaft

IHK zu Düsseldorf

Symbolbild Handelsabkommen: geralt, Pixabay

IHK Düsseldorf begrüßt unterzeichnetes EU-MERCOSUR-Abkommen

Die IHK Düsseldorf begrüßt die am Samstag in Asunción (Paraguay) erfolgte Unterzeichnung des Abkommens zwischen der Europäischen Union und den MERCOSUR-Staaten als starkes politisches Signal für offenen Handel, internationale Partnerschaften und geopolitische Handlungsfähigkeit der EU. Mit der feierlichen Unterzeichnung wurde ein Verhandlungsprozess abgeschlossen, der sich über mehr als 25 Jahre erstreckte.

Die Bedeutung des Abkommens unterstrich die persönliche Anwesenheit von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die den Abschluss der Vereinbarung vor Ort begleitete. Ihr Besuch verdeutlicht die strategische Relevanz des Abkommens für die Europäische Union. „Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen ist ein historischer Durchbruch gelungen, der weit über ein klassisches Handelsabkommen hinausgeht: Das EU-MERCOSUR-Abkommen setzt ein deutliches politisches Signal gegen Protektionismus und für die Stärkung des europäischen Wirtschaftsraums“, bekräftigt IHK-Präsident Andreas Schmitz. Zugleich entsteht eine der weltweit größten Freihandelszonen mit mehr als 700 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Für den Wirtschaftsstandort Düsseldorf und die Region eröffnet das unterzeichnete Abkommen erhebliche Chancen. Zahlreiche international tätige Industrie-, Technologie- und Dienstleistungsunternehmen aus dem IHK-Bezirk sind bereits heute eng mit den Märkten in Südamerika verbunden und verfügen über langjährige Geschäftsbeziehungen und Kooperationen vor Ort. Dazu zählen unter anderem Henkel AG, GEA Group, Konecranes GmbH, die Messe Düsseldorf GmbH sowie zahlreiche exportorientierte mittelständische Unternehmen. Für sie bedeutet das Abkommen künftig mehr Planungssicherheit, verbesserte Marktzugänge und neue Wachstumsimpulse in Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay.

„Das Abkommen mit dem MERCOSUR-Raum ist in Zeiten wachsender Zollschranken, geopolitischer Spannungen und zunehmender Einfuhrbeschränkungen ein historischer Durchbruch und ein dringend benötigter Lichtblick für Unternehmen mit Auslandsgeschäft. Noch immer sind rund 85 Prozent der EU- Exporte in die MERCOSUR-Staaten von teils erheblichen Zöllen belastet – das bremst Handel, Investitionen und Wachstum. Gerade vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, dass das Abkommen nun ohne weitere Verzögerungen die Zustimmung erhält und rasch zur Anwendung kommt. Das MERCOSUR-Abkommen eröffnet den Unternehmen in unserem IHK-Bezirk neue Marktchancen. Es kommt damit zum richtigen Zeitpunkt und setzt ein starkes Signal für Europa und unsere Unternehmen in der Region“, so IHK-Präsident Andreas Schmitz abschließend.

Das EU-MERCOSUR-Abkommen sieht unter anderem den schrittweisen Abbau von Zöllen, einen verbesserten Marktzugang für Industrie- und Agrarprodukte sowie Erleichterungen bei Dienstleistungen, öffentlichen Ausschreibungen und Investitionen vor. Nach Angaben der Europäischen Kommission könnten EU-Exporteure durch den Wegfall von Zöllen jährlich Einsparungen von über 4 Milliarden Euro erzielen.

Wie relevant diese Marktöffnung ist, zeigt bereits heute die hohe wirtschaftliche Bedeutung des MERCOSUR-Raums für Nordrhein-Westfalen: Das Gesamthandelsvolumen zwischen NRW und den MERCOSUR-Staaten beläuft sich auf rund 4,2 Milliarden Euro. Insbesondere im IHK-Bezirk stark vertretene Branchen wie der Maschinen- und Anlagenbau, die Chemieindustrie sowie Automobilzulieferer dürften von der Abschaffung von Zöllen in besonderem Maße profitieren.

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