Hand in Hand für unsere Stadt

Foto: Ria Garcia

Das war das Motto des diesjährigen ökumenischen Ratsgottesdienstes. Es ist schon der 16. seiner Art, der von Kommunalpolitikern und Vertretern der Kirchen gemeinsam gestaltet wurde.

Traditionell findet der Ratsgottesdienst, wie der Name schon vermuten lässt, vor einer Ratssitzung statt. Probleme in herausfordernden Zeiten lassen sich nur lösen, wenn alle gemeinsam daran arbeiten und der Wille das zu tun drückte sich im diesjährigen Motto aus, auch wenn man in der anschließenden Ratssitzung dann doch hin und wieder dachte „da fehlt hier und da noch ein wenig Übung, aber der Wille ist schon mal da“.

Die Liturgische Eröffnung und Begrüßung der Gottesdienstbesucher hatte Pater George übernommen, bevor die Besucher dann gemeinsam das Lied Lobe den Herren anstimmten. Pfarrerin Kuhn griff Psalm 133 auf, um die Bedeutung des Mottos zu unterstreichen. „Seht doch, wie gut und schön es ist, wenn Geschwister in Eintracht zusammen leben.“ Nach dem Tagesgebet mit Pater Andrew sangen die etwa 35 Besucher des Gottesdienstes das Lied Aufsteh’n aufeinerander zugeh’n.

Was gemeinsam oder Hand in Hand bedeutet, konnten die Teilnehmer dann noch live im Gottesdienst proben, denn Bürgermeister Christoph Schultz, der an dieser Stelle die Schriftlesung übernehmen sollte, verspätete sich. An seiner Stelle sprang unvorbereitet, schnell mit einem Ausdruck des Textes ausgestattet, Bernhard Osterwind für ihn ein. Der zitierte dann, als sei es von Anfang an sein Part gewesen aus dem Brief der Römer, Kapitel 12, ab Vers 3 „Und traut Euch nicht mehr zu als angemessen ist …„, in dem es um Gaben und Aufgaben in der Gemeinde geht. Pascal Hengstermann und Jan Wiertz übernahmen das Anspiel und griffen ein typisches Beispiel auf, bei dem Bürger selbst aktiv werden, um die eigene Stadt zu verbessern. „Mit zweien fängt es an … Hand in Hand für unsere Stadt.

Pfarrer Gabriel Schäfer stellte in seiner Ansprache fest: „Hand in Hand für unsere Stadt ist ein hohes Ziel, dass Sie sich gesteckt haben, mit diesem Motto.“ Es gebe so unheimlich viele Vorstellungen, wie dieses Ziel erreicht wird. Er kenne aus Sitzungen der Kirche, wenn „so lange diskutiert wird, bis alle halbherzig überzeugt sind“. Enthalten würden dort zu den Nein-Stimmen gezählt, während im Stadtrat Enthaltungen auch Enthaltungen seien. Bei den Ratsmitgliedern gebe es verschiedene Sichtweisen auf die Menschen und Stadtteile, da sei einig werden schon immer schwierig. Er erinnerte an den Brief der Römer, in dem beschrieben wird, wie unterschiedliche Körperteile den Leib bilden und nur im Zusammenspiel funktionieren. „Hand in Hand für unsere Stadt gelingt am besten, wenn jeder tut, was er am besten kann.“ Dabei sollten alle aufeinander achten und respektvoll miteinander umgehen.

Nach dem gemeinsam gesungenen Lied Da berühren sich Himmel und Erde, leitete Pater Andrew die Fürbitten aus Rat und Verwaltung ein. Es folgten das Vater Unser, die Kollekte, die in diesem Jahr an die Fördervereine der Realschule und des Gymnasiums Hochdahl ging, das Schlusslied Komm, Herr, segne uns und der Segen durch Pfarrerin Kuhn und Pater George.

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