Freundeskreis für Flüchtlinge feiert Freundschaftsfest auf dem Europaplatz

Freundschaftsfest Hochdahl. Gut besucht.
Gut besucht bis zum Schluss. Foto: SK

Am vergangenen Samstag verwandelte sich der Europa- in einen bunten Festplatz, auf dem Erkrather und Erkratherinnen aller Nationalitäten, miteinander feierten. Auch das 35-jährige Bestehen des Vereins ‚Freundeskreis für Flüchtlinge‘, war ein Grund, mit befreundeten Institutionen und Organisationen diesen Tag mit einem bunten Fest zu begehen.

Rund um den Platz waren zahlreiche Stände aufgebaut. Dabei war die Erkrather Tafel, die örtliche Caritas sowie Diakonie und AWO und die Volkshochschule Erkrath. Der Senioren- und Jugendrat mit ihrer gemeinsam betriebenen ‚Taschengeld-Börse‘ beteiligte sich genauso, wie der Marokkanische Freundschaftsverein, der Verein ‚Füreinander‘ und das Naturschutzzentrum Bruchhausen. Auch die ‚Omas gegen Rechts‘, ‚Du-Ich-Wir‘ und der Verein IKZ waren mit Ständen und zahlreichen Infos und Angeboten, vor allem für Kids und Teens, vor Ort. Beim Glücksrad der Caritas gab es kleine Gewinne für den richtigen Schwung, den man auch nebenan beim Dosenwerfen bei der Diakonie brauchte. Sie verloste drei ‚Stadtgutscheine‘ (im Wert von 10, 15 und 25 Euro) unter allen, die alle Dosen abräumten. Hüpfburg und Spielmobil zogen am Stand von ‚Füreinander‘ die Kids an, wie auch die leckeren Waffeln, die es zur Stärkung gab. Kreativ werden konnte Alt und Jung bei den beiden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des ‚Naturschutzzentrums‘. Hier entstanden auf weißen Fliesen bunte Kunstwerke, mal grafisch, mal mit Blumen und Blüten.

Das DRK war mit einem Impfmobil vor Ort

Schon beim Aufbau hatte sich eine Schlange Interessierter gebildet, viele auch mit Migrations- oder Flüchtlingshintergrund, die hier ohne Terminvereinbarung geimpft werden wollten. „Wir haben Impfstoff von BioNTech sowie Johnson & Johnson dabei“, so eine der Rettungssanitäterinnen, die die interessierten Jugendlichen und Erwachsenen nicht nur registrierten, sondern auch das eine oder andere Infogespräch führten. Eine Impfärztin, die zusammen mit Dieter Thelen, Vorstandsmitglied des ‚Freundeskreises‘, auf der Bühne um eine große Impf-Bereitschaft unter Erkrathern warb, führte ebenfalls zahlreiche Gespräche mit denen, die noch unentschlossen waren/sind. „Es geht nicht darum,  Druck auszuüben, sondern darum, zu informieren und zu überzeugen, diesen für die eigene und die Gesundheit der Angehörigen wichtigen Schritt zu gehen.“ Am Ende des Fests waren es 25 Menschen, die sich dort impfen ließen.

35 Jahre „Freundeskreis für Flüchtlinge“

Mit einer Fotoausstellung im Schaufenster der Begegnungsstätte „Hand in Hand“ erinnerte der Verein an sein 35-jähriges Bestehen. Mit Irm und Gerd Piegeler waren auch zwei Ehrenamtler gekommen, die bereits in den Anfangszeiten dabei waren. Sie entdeckten sich zu ihrer Freude auf einigen Aufnahmen. Auch Pfarrer Christoph Biskupek stattet dem Fest einen Besuch ab. Das „Kirchencafé“, das bis zum Ausbruch der Pandemie, immer donnerstags als Anlauf- und Begegnungsort für geflüchtete Menschen diente, hat seine Heimat schon fast so lange im „Haus der Kirchen“. Dieses betrieben die katholische und evangelische Kirchengemeinde in Hochdahl, im Sinne der Ökumene. Leider konnte Erika Koch, Gründerin der Flüchtlingsarbeit und immer noch aktiv dabei, nicht begrüßt werden an diesem Tag. Sie hat für ihren Einsatz bereits das Verdienstkreuz der Bundesrepublik erhalten.

Gemeinsame Feste feiern – lang entbehrter Spaß für Groß und Klein

„Wir freuen uns, dass so viele Erwachse und Kinder gekommen sind, um mit uns dieses Fest gemeinsam zu feiern,“ freute sich nicht nur Dieter Thelen vom Vorstand über den großen Zuspruch, der bis zum Ende um 18 Uhr anhielt. Er wies in seiner kurzen Ansprache darauf hin, dass der Verein mit allen Institutionen und Organisationen ausgesprochen gut und freundschaftlich zusammenarbeite, die ihre Stände an diesem Tag aufgebaut haben. „Alle Verantwortlichen waren sofort bereit,  dieses Fest mit uns zu gestalten.“ Auch der neue Beigeordnete Michael Pfleging, der den Bereich Jugend, Soziales und Bildung verantwortet, nutze die Gelegenheit, sich bei den vielen Akteuren vorzustellen. Stefan Freiberg, Fachbereichsleiter Soziales, begleitete seinen neuen Chef auf der ‚Kennenlern-Runde‘. Beide ließen sich viel Zeit für Gespräche mit den verschiedenen Akteuren. Auch Bürgermeister Christoph Schultz sowie Vertreter der im Rat vertretenen Parteien, wie Peter Knitsch (Bündnis 90/Die Grüne), Detlef Ehlert von der SPD und Markus Lenk (Die Linke), besuchten das Fest, führten Gespräche mit Veranstaltenden und Besuchern.

Sie ließen sich die Spezialitäten am Stand des Marokkanischen Freundschaftsvereins oder die frittierten, lecker gewürzten Kartoffel-Spiralen am Holzspieß schmecken, die die Ehrenamtlichen vom „Freundeskreis“ zubereiteten.

Pflanzung des Willkommensbaum muss auf Ende Oktober/Anfang November verschoben werden  

Eigentlich sollte schon zum diesjährigen „Welttag des Flüchtlings“, 17. Juni, an der Karschhauser Straße, auf der Höhe der Abzweigung zur Grünstraße, ein vom Freundeskreis gestifteter „Willkommensbaum“ gepflanzt werden. Mit diesem sollen Menschen mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund in ihrer neuen Heimat in Erkrath willkommen geheißen werden. Doch der Sommer sei nicht die geeignete Pflanzzeit, wie das Grünamt zu bedenken gab, mit dem diese Aktion abgesprochen ist. Daher hatten die Ehrenamtlichen von „Du-Ich-Wir“  bereits beim Gedenktag im Juni zusammen mit Kindern Bilder mit Bäumen und diesmal Plakate gemalt, auf denen „Willkommen“ in zahlreichen Sprachen zu lesen ist. Ende Oktober, bzw. Anfang November wird der „Willkommensbaum“ gepflanzt werden. Das genaue Datum wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Informationen zum „Freundeskreis für Flüchtlinge e. V.“ gibt es im Web unter: www.freundeskreis-fluechtlinge-erkrath.de.

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