
Großformatige Fotos, einen Klangraum, eine riesiege Lichtskulptur und mehr bieten in der neuen Ausstellung im Gasometer Oberhausen einen faszinierenden Eindruck von den Wäldern unseres Planeten.
Schon einmal einem Bärtierchen Auge in Auge gegenüber gestanden? Zugegeben, das ist im Normalfall unmöglich, denn in der Regel benötigt man ein Mikroskop, um sie überhaupt zu sehen. Erreichen sie doch meist nur eine Größe von 0,1 bis 1 Millimeter. Die Mehrzahl der Arten sind zwischen 0,2 bis 0,5 Millimeter groß und einige wenige bis 1,5 Millimeter. Umso beeindruckender ist das großformatige Bild in der Ausstellung Mythos Wald von dem ein solches Bärtierchen scheinbar die Besucher anschaut.
Raster-Elektronenmikroskop, Vergrösserung 1000:1 (bei 15×12 cm Bildgrösse).
Foto: Oliver Meckes, Nicole Ottawa | Eye of Science
Die Ausstellung beeindruckt mit einer Vielzahl solch großformatiger Fotos, die die Besucher staunen lassen, die faszinieren und die die atemberaubende Schönheit der Wälder zeigen. Aber nicht alle Bilder zeigen die Schönheit und die Wunder, die Wälder auf allen Kontinenten zu bieten haben. Einige zeigen auch die menschengemachte Zerstörung. Die ausgestellten Bilder vieler namhafter Naturfotografen und Fotojournalisten werden in der Ausstellung zum Teil sogar zum ersten Mal gezeigt. Zwei Foto-Beispiele mit den dazugehörenden Texterläuterungen:

Neben den großformatigen Fotos gibt es zahlreiche Exponate, vom schlafenden Bären über eine Rotte Wildschweine und Vögel hin zu den Jagdwaffen indigener Völker, die größtenteils durch das Bonner Museum Koenig, das LWL-Naturkundemuseum Münster und das Essener Ruhrmuseum für die Ausstellung zur Verfügung gestellt haben. Die Skulptur eines zweieinhalb Meter langen Gliedersfüßers aus der Karbonzeit vermittelt Dimensionen aus der Urzeit. Auch das Originalsklett eines vor rund 7000 Jahren ausgestorbenen Riesenhirsches ist Teil der Ausstellung.





Ein Klangraum lässt Besucher rund 13 Minuten lang in die Tierstimmen der Wälder eintauchen und nicht zuletzt vermittelt die übergroße Leuchtskulptur eines Baumes im Lichtwechsel die vier Jahreszeiten. Filmsequenzen erzählen den Besuchern, was der Wald alles zu bieten hat.





Die Ausstellung ist der dritte Teil einer Trilogie im Gasometer Oberhausen. Der erste Teil war ‚Das zerbrechliche Paradies‘ 2021. Drei Jahre später folgte 2024 ‚Planet Ozean‘. Mit ‚Mythos Wald‘ vollendet sich die Trilogie der Erde, die eine ungewöhnliche Kombination aus wissenschaftlichen Fakten und künstlerischer Umsetzung bietet.
‚Mythos Wald‘ im Gasometer Oberhausen ist unser Tipp für verregnete Ferientage. Was man mitbringen sollte: Viel Zeit und eine warme Jacke. An kühlen Tagen ist es auch immer Inneren recht frostig.




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