Ferienabenteuer Wald entdecken

Bei Berührung der Fruchtkapsel des kleinen Springkrauts schleudert diese - sehr zur Belustigung der Kinder - ihre Samen weit heraus. V.l.n.r.: Revierförster Sven Glück, Ava, Mona und Simon. © Ria Garcia

Im Ferienprogramm der Stadt konnten Kinder sich am Freitag noch einmal als kleine Forscher erproben.

„Ihr könnt mich Sven nennen“, begrüßte Sven Glück, Leiter des Forstbezirks Neanderthal, die Kinder am Freitagmorgen. Sie waren in Begleitung der stellvertretenden Bürgermeisterin Regina Wedding und Denise Kuhn, Abteilungsleiterin Kinder- und Jugendförderung zum vereinbarten Treffpunkt an der Grundschule Willbeck eingetroffen. Ausgerüstet mit Gummistiefeln oder festem Schuhwerk, kleinen Eimerchen und Kächern konnte das Abenteuer beginnen. Die sechsjährige Ava war schon ganz Profi. Sie war wenige Tage zuvor schon einmal mit Sven Glück unterwegs.

„Was würdet ihr denn gerne im Wald sehen?“, fragt Sven Glück. „Ich möchte Frösche sehen“, sagt Simon spontan. „Und ich Kröten“, ruft Ava. „Ich würde gerne ein Reh sehen“, wünscht sich Mona. „Frösche und vielleicht auch Kröten werden wir sicher unterwegs noch sehen. Mit dem Reh ist es schwieriger. Die sind scheu und um diese Zeit nicht unbedingt hier im Wald unterwegs“, erklärt Sven Glück.

Auf dem Weg forderte Glück die Kinder auf wachsam durch den Wald zu gehen, auf Temperaturunterschiede und Gerüche zu achten. Einen ersten Halt gab es am Baumstamm eines abgesägten Baums. Hier erklärte er den Kindern die Jahresringe der Bäume und an einem liegenden Baumstamm konnten die Kinder dann erstmals richtig forschen und feststellen, dass der ‚tote Baumstamm‘ voller Leben steckt. „Igitt, da ist eine Spinne“, schüttelte sich die achtjährige Mona, aber dann siegte doch die Neugierde, denn da war noch viel mehr. „Da sind Kellerasseln und Würmer“, bemerkt der neunjährige Simon. „Macht doch noch einmal ein Stück Rinde ab und schaut was darunter ist“, forderte Sven Glück die Kinder auf und dann kam die Eiablage einer Ameisenkolonie zum Vorschein. „Guck mal, die haben Angst um ihre Eier und wollen sie wegbringen“, stellt Ava fest. Schnell wurde die gelöste Rinde wieder an ihren Platz verbracht.

Auf dem weiteren Weg erklärte Sven Glück immer wieder Pflanzen und Bäume. Vor einer Pflanze blieb er stehen und fragte, ob die Kinder sie kennen. Ratlose Gesichter. „Ava, Du weißt, was für eine Pflanze das ist“, erinnert er die sechsjährige, die dann vorführte, was es besonderes mit der Pflanze auf sich hat. Es handelt sich um das kleine Springkraut, dessen Fruchtkapsel über eine Samenschleuder verfügt. Ava macht vor, wie man durch Berührung die Samenschleuder aktiviert.

Anschließend stand ein Spiel auf dem Programm. Sven Glück hatte zwei Stoffbeutel vorbereitet, in die er vier verschiedene – im Wald vorkommende – Dinge gepackt hatte. In zwei Teams sollten die Kinder die Dinge erfühlen, ohne in die Tüten zu schauen und sie dann im näheren Umkreis finden.

Der krönende Abschluss eines spannenden Ausflugs

Durch den Wald am Willbecker Busch ging es für die Kinder bis zur Mahnert Mühle, wo sie von Paul Dickel mit Geschichten zu vier Generationen in der Mahnert Mühle erwartet wurden. Wie schon in den vergangenen Jahren gab es dann auf seine Kosten eine Erfrischung für alle und zur Freude der Kinder zauberte Sven Glück dann zum Abschied noch einmal einen echten Wildschweinschädel aus seinem Rucksack, den Simon für ein Foto präsentierte.

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