
Einmal im Jahr schlüpft unser Kollege Timo Kremerius in das Gewand des Nikolaus. Haare und Bart müssen vorher wachsen, damit er für die Kinder authentisch ist.
In diesem Jahr gab es besonders viele Kinder zu besuchen und so war die erste Station für Nikolaus Timo schom am 5. Dezember die Kita im Paul-Schneider-Haus. Dort überraschten ihn die Kinder mit zwei Liedern, die sie für ihn eingeübt hatten. Der Nikolaus wollte natürlich wissen, ob die Kinder im letzten Jahr auch alle lieb waren und die versprachen bei der einen oder anderen kleinen Kritik Besserung. „Wo sind denn Deine Rentiere und Dein Schlitten“, wollten einige ganz Mutige wissen. Viele Kinder hatten so einen „echten Nikolausbesuch“ offensichtlich noch nicht erlebt und der Nikolaus schaute erfreut und staunende und neugierige Augen. „Ich hoffe, dass Ihr Euch im kommenden Jahr an Eure Versprechen erinnert. Meine Wichtel werden mir berichten, ob ihr lieb wart“, sprach er. Beim Füllen der mitgebrachten Socken mit Leckereien konnte er sich des Verdachts nicht erwehren, dass so manches Kind den Socken des Vaters mitgebracht hatte.

Wie es dazu kam, dass Timo Kremerius erstmals zum Nikolaus wurde, darüber haben wir im letzten Jahr berichtet.
Die nächste Station des Nikolaus, für die er seine Rentiere gesattelt hatte, war der Kindergarten In den Birken in Hochdahl. Ein Termin, der seit vielen Jahren fest in seinem Kalender steht. Es ist schon eine liebgewonnene Tradition, dass er dabei den Kindergarten einmal umrundet, „um die Stimmung zu testen“. Dabei wird er fast immer durchs Fenster gesehen ertappt und im Inneren ist die entstehende Aufregung sichtbar. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht, dass ein Kind den heiligen Mann draußen entdeckt hat und die kleinen Nasen drücken sich an den Fensterscheiben platt und lassen sie beschlagen. Der Nikolaus lässt sich natürlich nichts anmerken und beendet bedächtig seine Runde, bevor er von Kitaleiterin Barbara Müller an der Türe herzlich willkommen geheißen wird.

Damit alle Kinder Platz finden, bat man ihn die Turnhalle. Dort sammelten sich die Kids dann rund um den Nikolaus und auch hier sangen die Kinder erst einmal gemeinsam ein Weihnachtslied, bei dem sie mit viel Begeisterung ihre Stimmen erhoben. Fast 40 Kinder warteten dann gespannt, auf das was kommt. Angst vorm Nikolaus hatte offensichtlich keins der Kinder. Es wurde geschnattert und getuschelt. Von Zurückhaltung konnte keine Rede sein. Dennoch zeigten sie gebührenden Respekt vorm Nikolaus. Der gebot ihnen das Spielzeug nach dem Spielen wieder wegzuräumen, im Stuhlkreis zuzuhören und aufmerksam zu sein, wenn die Erzieherinnen sprechen. Die Kids gelobten überzeugend Besserung bei kleinen Unartigkeiten.
Als Dank für seinen Besuch gab es dann für den Nikolaus noch zahlreiche Gedichte und Lieder. „Ich bin wirklich erstaunt, dass so kleine Menschlein schon so konzentriert, lange Lieder und Gedichte einüben können“, äußerte sich Nikolaus Timo. Ob die versprochene Besserung anhält? Das wird der Nikolaus spätestens im nächsten Jahr erfahren. „So viel Mühe sich zu bessern, brauchen die Kinder ja eigentlich gar nicht. Die Wichtel waren mit ihnen schon in diesem Jahr gar nicht so unzufrieden“, verriet er augenzwinkernd.

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