
Beim letzten Museumstag im Lokschuppen ging es um Berufe bei der Bahn. Das Highlight dieses Mal: Ein Fahrsimulator, an dem Besucher einmal selbst Lokführer seien konnten.
Die Fotoausstellung mit Bildern aus der Zeit von 1950 bis 1955 zeigte anschaulich Menschen bei der Bahn. Feilen, schleifen, fräsen, schweißen, Kohle schaufeln: Handwerkliches Können und körperlicher Einsatz gehörten zu vielen Berufen bei der Bahn.
Traumberuf Lokführer
Kaum ein Beruf bei der Bahn übt soviel Faszination aus, wie der des Lokführers. Generationen von kleinen Jungs wollten „später einmal Lokführer“ werden. Wieviele Mädchen das heimlich auch wollten, ist nicht überliefert. Von der Dampflok, in der der wichtigste Mann neben dem Lokführer wohl der Heizer war, bis zum modernen ICE: Dem Beruf des Lokführer haftet das Flair von Freiheit und Abenteuer an.
Dass beim Museumstag jeder einmal das Gefühl Lokführer zu sein genießen konnte, ist einer Leihgabe von RheinCargo in Neuss zu verdanken. Vereinsmitglied Daniel Dittmann ist dort angestellt und hatte nachgefragt, ob es möglich sei. Der Fahrsimulator dient bei RheinCargo der Aus- und Weiterbildung von Lokführern und ist dort regelmäßig im Einsatz. Daraus resultierend musste er in Neuss am Samstag abgebaut und nach Hochdahl transportiert und aufgebaut werden. Nach Ausstellungsende am Sonntag passierte das Gleiche noch einmal umgekehrt. Aber nicht nur der Fahrsimulator war nach Hochdahl gekommen. Schulungsleiter Michael Unger von RheinCargo hat ihn begleitet und stand während der gesamten Ausstellung für die „Schulung der Wunschlokführer“ bereit.
Der Fahrsimulator war erwartungsgemäß immer wieder von jungen und älteren Besuchern belagert. Selbst das Bahnurgestein Uli Schimschock tauschte den Bahnladen zwischendurch mit dem Fahrsimulator.




Wären Geräte und Software nicht so teuer, wäre ein Fahrsimulator als Dauerteil der Ausstellung sicher ein Besuchermagnet.



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