Ein ‚heißer‘ Mobilitätsausschuss

Ein Feueralarm unterbrach gestern im Bürgerhaus die Sitzung des Mobilitätsausschusses. Foto: Ria Garcia
Ein Feueralarm unterbrach gestern im Bürgerhaus die Sitzung des Mobilitätsausschusses. Foto: Ria Garcia

Kaum hatten die Ausschussmitglieder in einer 20-minütigen Sitzungsunterbrechung einen Kompromiss zu einem Bürgerantrag errungen, kam es beim nächsten Antrag erneut zu einer ‚unfreiwilligen‘ Sitzungsunterbrechung: Feueralarm.

Die Tagesordnung war lang und hätte gefühlt für drei Ausschusssitzungen gereicht. Da sich ein Gast zu einem geplanten Vortrag verspätet hatte, wurden die vorliegenden Bürgeranträge vorgezogen. Einstimmig folgten die Ausschussmitglieder dem Verwaltungsvorschlag zum Antrag zu Fahrradsicherungsmöglichkeiten an städtischen Einrichtungen.

Der Verwaltungsvorschlag für den zweiten Bürgerantrag sorgte indes für längere Diskussionen, die schließlich in eine Sitzungsunterbrechung mündeten. Dabei ergab sich ein eher ungewöhnliches Bild im Bürgerhaus: Mitglieder der unterschiedlichen Fraktionen sammelten sich um einen Tisch und gingen die unterschiedlichen Möglichkeiten für ‚mehr Sicherheit für Fußgänger auf dem Rathelbecker Weg‘ und rangen um den besten Kompromiss. Ein bisschen ergab sich die Frage, warum die Fraktionen nicht schon vor der Sitzung nach diesem Kompromiss gesucht hatten. 20 Minuten lang zog sich die Sitzungsunterbrechung bis schließlich Einigkeit erzielt wurde. Die Verwaltung solle prüfen, wie durch Verdrängung oder entsprechende Markierungen zwischen den Einmündungen Am Steinhof bis cirka Am Mergelsberg auf der westlichen Seite mehr Raum für Fußgänger geschaffen werden kann. Der anschließende Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Gut 20 Minuten rangen die Ausschussmitglieder um einen Kompromiss. Foto: RG

Schließlich stand der dritte Bürgerantrag auf der Tagesordnung. Die Anwohnerin Annett Brochow war in Vertretung für den erkrankten Antragsteller vor Ort, um das Anliegen des Antrags zu erläutern. Kaum hatte sie in der für sie eingeräumten Sitzungsunterbrechung das Mikrofon eingeschaltet und die ersten Sätze gesprochen, erklang im Bürgerhaus der Feueralarm und alle Anwesenden mussten das Gebäude verlassen und auf das Eintreffen der Feuerwehr warten. Feuer gab es glücklicher Weise keines, der Alarm wurde durch das versehentliche Öffnen einer Notausgangstüre innerhalb des Gebäudes ausgelöst und so konnte der Ausschuss nachdem die Feuerwehr vor Ort war, weiter tagen. Annett Brochow erläuterte, dass die bisherigen verkehrsberuhigenden Maßnahmen Am Schimmelskämpchen zu den Hol- und Bringzeiten der Kita sich als nicht ausreichend erwiesen haben. Regelmäßig würde die Verkehrsberuhigung missachtet, sodass gerade am Nachmittag, wenn kleinere Kinder der Anwohner dort spielen, eine erhöhte Unfallgefahr bestünde. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wurde als nicht ausreichend zur Beseitigung der Problematik gesehen, sodass die Grünen schließlich einen weitergehenden Antrag stellten, der vorsieht, dass gut sichtbare Piktogramme auf der Straße angebracht werden, große Schilder für ‚Schritttempo‘ aufgestellt werden, eine elektronische Geschwindigkeitsanzeige platziert wird und die Baumscheiben mit kleinen Bäumen bepflanzt werden. Darüber hinaus soll die Verwaltung in Absprache mit den Anwohnern weitere Bodenschwellen anbringen. Diesem Antrag konnten sich nicht alle Ausschussmitglieder anschließen, bei der Abstimmung fand er dennoch eine Mehrheit.

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