Du-Ich-Wir feierte 10. Geburtstag

von Ria Garcia

Foto: Ria Garcia

Darüber, wie man mit 500 Euro Startkapital ein erfolgreiches Sozialunternehmen aufbaut, könnte Dominik Adolphy inzwischen wohl einen Ratgeber schreiben. Zur Feier des 10-Jährigen kam dann auch „alles was Rang und Namen hat“.

Es ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, die mit 500 Euro, die Dominik Adolphy von seinen Eltern erhielt, begann. Die investierte der Student in Lernmaterialen, um auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 hier ankommenden Kindern und Familien mit Sprachunterricht das An- und Weiterkommen zu erleichtern. Was Adolphy neben dem Startkapital mit einbrachte, sind besondere Fähigkeiten. Er brennt für das, was er tut und steckt damit andere an, die zu starken Teams zusammenwachsen. Längst ist das Studium abgeschlossen, der Verein mit vielen Ehrenamtlichen zum Sozialunternehmen mit inzwischen elf Festangestellten, zahlreichen Honorarkräften und immer noch vielen ehrenamtlich Engagierten herangewachsen. Inzwischen ist der Verein anerkannter Jugendhilfeträger und seit dem letzten Jahr ein Träger des Offenen Ganztags an Schulen. Vor zwei Jahren erhielt Adolphy sogar den Bundesverdienstorden. Zur Verleihung sagte er in üblicher Bescheidenheit, dass den alle Mitwirkenden verdient hätten.

Am 5. Juli feierte Du-Ich-Wir dann am Paul-Schneider-Haus bei schönstem Sommerwetter Geburtstag. Bürgermeister Christoph Schultz, zahlreiche Kommunalpolitiker, Stadtwerke Geschäftsführer Gregor Jeken, Vertreter unterschiedlicher Organisationen wie etwa SKFM und AWO hatten es sich nicht nehmen lassen persönlich vorbeizuschauen und zu gratulieren. Natürlich waren auch viele der Kinder und Familien vor Ort, die Du-Ich-Wir in den letzten Jahren begleitet hat und noch begleitet. An großen Stellwänden konnten die Besucher noch einmal auf das Wirken und die Entwicklung des Vereins – angefangen bei den 500 Euro Startkapital – werfen.

Stellwände auf dem Fest

Auch wenn der Weg manchmal holprig, die Finanzierung immer mal schwierig war: Dominik Adolphys Strahlen bei diesem Fest konnte man entnehmen, dass sich jeder Meter des Weges gelohnt hat. War die Botschaft aus dem ökumenischen Ratsgottesdienst am Dienstag zuvor unter anderem, dass jeder für die Gemeinschaft das tun solle, was er am besten kann, ist festzuhalten, dass Dominik Adolphy wohl seit 10 Jahren genau das tut. Das Strahlen verbindet ihn dann auch wieder mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Für Du-Ich-Wir zu arbeiten erfüllt offensichtlich mit Freude.

Geburtstagsgeschenke und Spenden

Viele Gäste hatten kleine Geburtstagsgeschenke dabei. Eine Überraschung bereitete der Wirtschaftskreis Erkrath (WKE). Mit einer Spende von 4.000 Euro würdigte er das Engagement des Vereins. Tim Beerbohm, Vorsitzender des Wirtschaftskreises wünschte dem Verein weiterhin viel Erfolg, insbesondere bei den Sprachfördermaßnahmen und Nachhilfestunden, die Kindern und Jugendlichen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

WKE Vorstandsvorsitzender Tim Beerbohm (l.) und WKE Vorstandsmitglied Dominik Heilein (r.)
bei der Spendenübergabe an Dominik Adolphy (Mitte). Foto: Oliver Seibt

Und wer weiß besser wie wichtig Sprache ist, damit Kindern und Jugendlichen die dringend benötigten Fachkräfte für die Wirtschaft werden, als Vertreter aus der Wirtschaft.

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