Dreck-weg-Tag: Engagement, von dem alle profitieren

von Bernd Herrmann

Dieses Jahr hat Bernd Herrmann am Dreck-weg-Tag mit einer Gruppe Helferinnen und Helfer ein Teilstück des Neanderland-Steigs von Müll und Unrat befreit. Foto: Bernd Herrmann

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzen gerne die Gelegenheit, um sich am Dreck-weg-Tag aktiv für die Gesellschaft zu engagieren.

Ein Tag, der in Erkrath traditionell seinen Platz im Kalender kurz vor Beginn der Vogelbrutzeit hat. Und dass es zu dieser Zeit eher regnet, als dass die Sonne scheint, weiß jeder, der am Dreck-weg-Tag hilft.

So fanden sich am Samstag, 24. Februar, bei Nieselregen auf dem Parkplatz am Toni-Turek-Stadion mehrere Erkrather – darunter Ralf Becker, das Gartenpflegeunternehmen Christian Kollat und eine großen Anzahl an Schülerinnen und Schülern der Johannesschule und deren Eltern – zusammen, um gemeinsam mit Busunternehmer Bernd Herrmann ein Teilstück des Wanderwegs Neanderland-Steig von Müll und Unrat zu befreien. Der Neanderland-Steig umrundet auf einer Länger von 240 km den Kreis Mettmann. Herrmanns Ziel bei seinem diesjährigen Dreck-weg-Tag-Projekt: „Ortsfremden Wanderern einen Aha- Effekt verschaffen:  Wow, in Erkrath achten die Menschen auf ihre Umwelt.“ Herrmann hat selbst Wandertagesfahrten in seinem Programm und weiß, dass Wanderer genau das beispielsweise auf Wanderstrecken am Rhein, in Willingen oder auch anderswo zu schätzen wissen: „Da fühlt man sich einfach wohl, will verweilen, in der der örtlichen Gastronomie einkehren und es sich gut gehen lassen“, sagt er.

Nach der Sicherheitsunterweisung und dem Austeilen des Arbeitsmaterials machten sich die Ehrenamtler auf den Weg. Wer bei Spaziergängen zuvor noch gedacht hatte „Ach, da liegt gar nicht so viel Müll“, wurde durch die Kinder eines Besseren belehrt: „Was die da wieder alles aus den Büschen rausgeholt haben, war erschreckend“, so der Busunternehmer: „ein alter Ölkanister, Dosen, Flaschen, einen Turnschuh…“

Da auch die Rollsportanlage am Neanderland-Steig liegt, hatte Bernd Herrmann im Vorfeld mit der Stadt Kontakt aufgenommen und bedankt sich ganz herzlich bei den Reinigungstrupps, die dienstags und donnerstags mit der kleinen Kehrmaschine die Bahnstraße reinigen: „Die haben ganz unbürokratisch vor dem Dreck-weg-Tag die Fläche gereinigt. Super Aktion, Männer!“ Am Samstag nahmen sich einige Helfer dann der Äste und Zweige an, die in die Rollsportanlage hineinwuchsen, damit der Zaun erst einmal nicht weiter zu wuchern kann und der gute Zustand dieser städtischen Investition zunächst weiter gesichert ist. „Das muss regelmäßig gemacht werden. Ansonsten verkommt diese Investition“, meint der engagierte Busunternehmer.

Als Überraschung wartete in Gödinghoven Forstwirt Elmar Stertenbrink auf die Kinder und Eltern und wandelte kurzerhand seinen Hof in einen außerschulischen Lernort um. Geschützt in einer Halle erzählte er den Schülerinnen und Schülern von der zum Teil 500 Jahr alten Geschichte des Anwesens. Da wurden einige Augen ganz groß! Er erzählte vom Mauspfad, einem alten Handelsweg aus dem Mittelalter, der dort entlang führte und dankte den Kindern für ihre Teilnahme am Dreck-weg-Tag. Und natürlich durften alle auch seine riesigen Rückepferde, mit denen er Holz aus dem Wald holt, kennenlernen.

Zurück am Parkplatz des Toni-Turek-Stadions zog Herrmann ein Fazit zum Dreck-weg-Tag: „Es geht weniger darum, den Müll anderer Leute wegzuräumen, als darum, gemeinsam ein Projekt für die Gesellschaft durchzuführen. Und zwar so, dass jeder davon profitiert: die Stadt Erkrath, dass sie in einem guten Licht erscheint und die von den Steuergeldern der Bürgerinnen und Bürger finanzierten Anlagen gepflegt werden; die Kinder, indem sie sehen wie die Großen vorbildlich mitanpacke, und nicht zuletzt natürlich die Natur.“

Infokasten: Neanderland-Steig
Der Neanderland-Steig ist in mehrere Etappen aufgeteilt. Im Flachland am Rhein lässt es sich  gemütlich gehen, während man im Nordkreis ein wenig Kondition benötigt. Ergänzt werden die Etappen durch Entdeckerschleifen – kleine Rundwege. In Erkrath kann man zum Beispiel, am Toni-Turek-Stadion die „Denkmal Route Alt-Erkrath“ oder den „Panoramaweg Haus Unterbach“ nehmen. Alle Routen sind mit Markierungen ausgezeichnet.

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