Die Zukunft der Arbeit

Die Timocom Geschäftsführer Sebastian Lehnen und Tim Thiermann freuen sich auf die Pilotphase des TEAMocom Space. Foto: RG

Während sich viele andere noch fragen, wie die Zukunft der Arbeit aussehen könnte, setzt Timocom sie bereits um. Erst einmal in einer Testphase, die sechseinhalb Monate dauern soll.

Hundert Prozent Homeoffice. Vor Corona undenkbar, aber im Lockdown war das für viele Unternehmen und Arbeitnehmer plötzlich Alltag. Auch für die Mitarbeiter von Timocom. Als die Mitarbeiter dann ins Büro zurückkehren konnten, haben einige davon Gebrauch gemacht, andere sind im Homeoffice geblieben. „Wir haben in der Pandemie gelernt, dass Zusammenarbeit auch anders funktioniert“, erklärt Tim Thiermann, einer der beiden Geschäftsführer von Timocom. Was aber schließlich die Überlegung angestoßen hat, mit dem TEAMocom Space neue Wege auch im Unternehmen selbst zu gehen, entstand aus den Erfahrungen nach dem Lockdown. „Ich bin jetzt seit vier Wochen wieder hier und weiß nicht, ob noch jemand da ist“, äußerte ein Mitarbeiter gegenüber Thiermann. „Wir haben ja alle auch etwas vermisst. Der persönliche Kontakt fehlte“, beschreibt Thiemann, wie die Überlegungen entstanden, den Arbeitsalltag im Unternehmen auf den Kopf zu stellen und noch einmal ganz neu zu denken.

Timocom hatte sich mit den guten Erfahrungen aus der Pandemie für noch mehr Homeoffice-Lösungen geöffnet. Wer zu Hause die passenden Arbeitsbedingungen hat und sich mit der Arbeit im Homeoffice wohlfühlt, kann sich auch in Zukunft für vier Tage Homeoffice entscheiden. An einem Präsenztag in der Woche, dem sogenannten Collaboration Day, treffen sich die Teams dann im Unternehmen. Das erspart vielen weite Anfahrtswege und ermöglicht eine bessere Vereinbarung von Familie und Beruf. Dafür sind alle Meetingräume mit Surface Hubs für hybrides Arbeiten ausgestattet. Die persönliche Begegnung und der Austausch mit Kollegen sollen nicht zu kurz kommen. An der Ausgestaltung des TEAMocom Space waren alle Abteilungen beteiligt. Je ein Change Agent aus jeder Abteilung gehörte zum Projektteam.

Für Luisa Schlüter, die im Human Resource Management die ‚New ways of working‘ begleitet, war die Umsetzung des TEAMocom Space eine Aufgabe, die sie jetzt nach Fertigstellung strahlen lässt. „Wir sind auch die ersten im Unternehmen, die ab der kommenden Woche für 14 Tage testweise hier arbeiten. Nach und nach geht jedes Team für zwei Wochen auf den Space“, erklärt sie. Insgesamt werden jeweils 20 Mitarbeiter einer Abteilung gemeinsam dort arbeiten und ihre Erfahrungen festhalten. Dabei soll ermittelt werden, wie gut die neue Arbeitsumgebung zu den Anforderungen der unterschiedlichen Bereiche passt und was künftig vielleicht noch verbessert werden muss. „Das ist schon eine Umstellung. Bisher arbeiten wie alle in 4er oder 6er Büros“, beschreibt Luisa Schlüter die Veränderung. Der TEAMocom Space wird auch für die Führungskräfte neue Erfahrungen mit sich bringen, die nicht mehr abgeschirmt in eigenen Büros tätig sind, sondern auf Augenhöhe mit dem Team im Space arbeiten.

Viele offene und kreative Bereiche, aber auch Rückzugsorte für sensible Gespräche

Im TEAMocom Space wurde offensichtlich an alles gedacht. Es gibt sehr viele offene und wohnliche Bereich, aber auch Büros und Besprechungsräume, die Rückzug und Ruhe ermöglichen. Dafür wurden im Vorfeld die Wünsche aus den unterschiedlichen Bereichen aufgenommen. Die Essenz daraus ist in die Pilotfläche, wie Luisa Schlüter sie bezeichnet, eingeflossen. Die acht Raummodule gliedern sich, ähnlich wie man es aus dem Wohnbereich mit Küche, Ess- und Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Bad kennt, nach den verschiedenen Bedürfnissen und Anforderungen moderner und kreativer Zusammenarbeit.

Innerhalb von Timocom gab es in der Vorbereitung ein Projektteam. Bis zum letzten Tag haben auch die Mitarbeiter von TiComplex, einem Unternehmen, das rund ums Facility Management alles möglich macht, mit Hand angelegt und „verkabelt bis der Arzt kommt“, wie Mitgeschäftsführer Sebastian Lehnen es ausdrückte. Externe Unterstützung beim Umbau und der Ausgestaltung gab es dann im Projektmanagement von Projekt Rheinland und bene, einem Fachunternehmen für Raumkonzepte und Arbeitsmobiliar. Beide Unternehmen haben ihren Sitz in Köln, sodass Laurine Völz und Hawayoun Garn von bene und Laurin Krauter von Projekt Rheinland der Eröffnung des TEAMocom Space beiwohnten. „Wir haben, nachdem die Wünsche und Anforderungen bekannt waren, einen ersten Entwurf gemacht, der hier jetzt wirklich fast 1:1 umgesetzt wurde“, freut sich Hawayoun Garn. Das sei nicht die Regel. Oft würden Kunden am Ende doch ‚mehr Farbe rausnehmen‘ oder die Gesamtumsetzung würde aus finanziellen Gründen noch einmal reduziert. „Hier finden wir bis hin zu den Pflanzkübeln alles aus unserem Entwurf“, ist auch ihre Kollegin Laurine Völz begeistert.

Die Zusammenarbeit von bene und Projekt Rheinland ist nicht neu. „Aber dieses Mal war es ein wenig anders“, erklärt Laurin Krauter, der den TEAMocom Space als Projekt Consulter begleitete. In der Regel kommen die Kunden in Veränderungsprozessen zuerst auf Projekt Rheinland zu und bene kommt erst ins Spiel, wenn es um die weitere Ausgestaltung und Ausstattung geht, so Krauter. Bei Timocom bestand der Kontakt zuerst zu bene und er sei im weiteren Prozess hinzugekommen. Mit dem Ergebnis sind offensichtlich alle zufrieden. ‚Ein Stück Erkrath‘ steckt dann aber auch im neuen TEAMocom Space: Der Erkrather Künstler Martin Schumacher (studio m.a.sch.) sorgte für die letzten passenden Gestaltungselemente. An vielen Stellen findet man seine Bilder, die sich einfügen, als seien sie allein für diesen Space entworfen.

(Ein)Blicke in den TEAMocom Space | Die Zukunft der Arbeit bei Timocom

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