Der Tierschutzverein informiert

Tierschutzverein Erkrath e.V.

Symbolbild. Foto: Simon auf Pixabay

Der Herbst ist in den letzten Tagen mit ersten stürmischen Böen und Regengüssen eingezogen und auf städtischen wie auch privaten Flächen stehen letzte Arbeiten an, um die Gärten winterfest zu machen.

Dabei kommen neben Harke und Rechen zunehmend elektrische Geräte zum Einsatz, die uns Menschen die Arbeit erleichtern, aber mit Blick auf unsere tierischen Mitbewohner mit Bedacht eingesetzt werden wollen.

Mähroboter, Vertikutierer, Elektrosensen sowie Laubsauger oder -bläser bedrohen Leib und Leben von Nützlingen wie Igel, diverse Amphibien und unterschiedlichsten Insekten, deren Dienste für Gärtner und uns alle von unschätzbarem Wert sind – sei es als Schädlingsbekämpfer, Entsorger z. B. von Aas, Bodenverbesserer oder Bestäuber. Die Igel-Auffangstationen beispielsweise verzeichnen einen deutlichen Anstieg von durch Mähroboter oder Freischneider verletzten Tieren, von denen leider viele trotz aller Bemühungen nicht überleben, so dass der Igel, eine der erdgeschichtlich ältesten noch existierenden Säugetierformen, tatsächlich inzwischen auf der Liste der bedrohten Arten steht. Ebenso wie die Städte Köln und Düsseldorf hat auf Anregung der Grünen bereits im Mai d. J. auch der Kreis Mettmann/ Untere Naturschutzbehörde per Allgemeinverfügung die Einführung eines Nachtfahrverbots für Mähroboter angeordnet: „Damit leistet jede Bürgerin und jeder Bürger einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Der Kreis Mettmann ist überzeugt, dass die Bürgerinnen und Bürger Verständnis für den Schutz der Wildtiere aufbringen und das nächtliche Mähroboter-Verbot keine unverhältnismäßige Beschränkung bedeutet.“ (s. Amtsblatt vom 15. Mai 2025)

Wir appellieren daher an Sie,  

  • Mähroboter, wenn überhaupt, nur während des Tages einzusetzen, wenn nachtaktive Igel typischerweise schlafen, möglichst unter Aufsicht, und Schächte, Teiche und Pools mit Abdeckungen gegen Abstürze oder Ertrinken zu sichern, oder – falls das nicht möglich sein sollte – das Anbringen einer Ausstiegshilfe
  • Laubhaufen unter Sträuchern und Bäumen liegen zu lassen; sie dienen den o. g. Tieren als Schlaf- und Nistplatz sowie Winterquartier und schützen zudem manche empfindlichen Gehölze vor Frostschäden
  • Holzstöße und Feuerstellen VOR dem Entzünden von Erntedank-, Martins- oder Sonnenwend-Feuern gründlich auf evtl. dort schlafende Igel zu prüfen

Der Tierschutzverein Erkrath e.V. hat selbst keine Möglichkeit zur kompetenten Versorgung von verletzten Wildtieren; auf der Website des Vereins finden Sie aber Hinweise und Links zu verschiedenen Wildtierauffangstationen: www.tierschutz-erkrath.de/Tier-Infos/Wildtiere.

Speziell zu Igeln finden Sie auf der Homepage der Igelschutz-Interessengemeinschaft alle Infos: https://www.igelschutz-ev.de.

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