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Bolzplatz Kinderhaus Sandheide erhalten

DIE LINKE sammelt Unterschriften für den Bolzplatz

Die Planungen für den Neubau des abgebrannten Schulkomplexes in der Sandheide (CAMPUS SANDHEIDE) sehen die ersatzlose Beseitigung des frei zugänglichen Bolzplatzes am Kinderhaus und den Bau von Parkplätzen dort vor. Ersatz soll ein unsinnig teures Kleinspielfeld auf dem Dach der neuen Turnhalle bilden, das nur für den Schulsport und zeitlich begrenzt für Vereine zur Verfügung steht.

„Damit können und wollen wir nicht einverstanden sein“ erklärt Lutz Gallasch für DIE LINKE Erkrath. „Wir sind sicher, dass diese Planung nicht dem Willen der Menschen in der Sandheide entspricht. Wir sammeln jetzt Unterschriften für den Erhalt des Bolzplatzes am Kinderhaus Sandheide. Dann soll der Rat sich das mit der Überplanung noch einmal überlegen und neu entscheiden.“

 „Der Bolzplatz am Kinderhaus Sandheide bleibt als öffentlicher Raum, an dem sich Kinder und Jugendliche selbstbestimmt treffen, unbeaufsichtigt aufhalten und ihre Freizeit verbringen können, erhalten“ heißt es in dem Antrag an den Rat.

„Eine Umplanung dieses kleinen Abschnitts kann nicht so schwer sein: Auf dem Platz soll die Hausmeisterwohnung und ein paar Parkplätze gebaut werden. Die Hausmeisterwohnung ist bereits durch Mehrheitsbeschluss weg, jetzt braucht es noch neuen Platz zum Parken, damit der Platz für die Kinder und Jugendlichen erhalten bleiben kann“ so Gallasch weiter. „Das sollten die Architekten und Städteplaner doch wohl hinbekommen!“

Öffentliche Räume wie die Bolzplätze sind wichtige Orte der Sozialisation für Kinder und Jugendliche. In NRW ist die „Bolzplatzkultur“ sogar offiziell „Kulturgut“. Als Spielfläche für Kinder aus dem Kinderhaus Sandheide ist der Bolzplatz unersetzlich. Und auch für Kinder-Angebote, wie den dort gastierenden Zirkus ZappZarap ist der Platz nötig. Den Bolzplatz ohne Not aufzugeben zeugt bestenfalls von mangelnder Phantasie der Architekten und schlimmstenfalls Ignoranz der Entscheidungsträger.

„Den Antrag können und sollen die Hochdahler mit unterschreiben. Je mehr Menschen unterschreiben, desto größer ist die Chance, dass der konservative Stadtrat die Umplanung veranlasst. Wenn wir jetzt nichts tun, ist der Bolzplatz verloren“ ruft Gallasch auf.

Auftakt für die Unterschriftensammlung war das Sommerfest von DIE LINKE am 15. Juli. Hier wurden bereits rund 150 Unterschriften gesammelt. „Das ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange“ meint Gallasch.

Im Sommer sind einige Sammelaktionen geplant. Listen zum Ausdrucken findet man als PDF auf der Webseite oder Facebook.

Übrigens: Anregungen und Beschwerden kann nach §24 GO NRW jede Einwohnerin und jeder Einwohner einer Gemeinde einreichen. Ein deutscher oder EU-Pass ist nicht erforderlich, auch gibt es keine Altersbeschränkung.