
Am 7. September 2025 gastierte das Landespolizeiorchester NRW in der Erkrather Stadthalle zu einem Benefizkonzert für das Franziskus-Hospiz Hochdahl.
Realisiert wurde das Konzert durch den scheidenden Landrat Thomas Hendele, der sich nach 26 Jahren Tätigkeit als Landrat in den Ruhestand verabschiedet. Hendele ist nicht nur Landrat, neben seinen vielen Tätigkeiten ist er auch Hospiz-Botschafter. Die Organisation übernahm die Stadt Erkrath, Abteilung Kultur
Das Landespolizeiorchester Nordrhein-Westfalen ist das Repräsentationsorchester der Landesregierung NRW und Teil der Öffentlichkeitsarbeit der Polizei NRW. Im Gegensatz zum Musikkorps der Bundeswehr, bei dem alle Musiker auch Soldaten sind und zum Beispiel im Sanitätsdienst arbeiten. Alle Musiker des Landespolizeiorchester Nordrhein-Westfalen sind Berufsmusikern aus über 18 Nationen. Die Musiker begleiten jedes Jahr zahlreiche Veranstaltungen im ganzen Bundesland, darunter Benefizkonzerte, Aktionen zur polizeilichen Nachwuchswerbung, Empfänge von Behörden und Vereinen und vieles mehr. Wie Scott Lawton, der musikalische Leiter des Orchesters (ein Amerikaner) erwähnte, werden im Jahr ca. 60 – 80 Konzerte gespielt. Zu den Hauptaufgaben gehören unter anderem Workshops und Bildungsarbeit an den unterschiedlichsten Schulmodellen mit dem Ziel Kinder und Jugendliche auch für polizeiliche Themen zu sensibilisieren. Scott Lawton verriet, dass er mit seinem ältesten Sohn auch zu Heavy Metal Konzerten geht.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Christoph Schultz, der mit einfühlsamen Worten den Zweck des Benefizkonzertes unterstrich, begann das Orchester mit einem bunten Strauß der schönsten Filmmelodien. Vor der Pause gab es Highlights der Comedian Harmonists, Disney Fantasy, Cinema Paradiso und James Bond Melodien. Das Reaktion des Publikums konnte man bei einigen Stücken schon fast als entfesselt bezeichnen. Es wurde mitgeklatscht, wenn zu dem Stück auch normalerweise gesungen würde, sang das Publikum mit, besonders bei den Comedian Harmonists zu Stücken wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ oder „Veronika, der Lenz ist da“. Einfach wie angekündigt ein Familien- und Wohlfühlkonzert. Besser hätte die Stimmung nicht sein können, auch weil Scott Lawton professionell moderierte und das Publikum mit Hintergrundinformationen begeisterte.
Einziges Manko war das Bilderbuch Wetter, das dazu führte, dass viele Menschen nicht den Weg in die Stadthalle fanden, die letztendlich nur zu einem Drittel gefüllt war. Allerdings machten die Besucher Stimmung für eine volle Halle. Im zweiten Set spielte das Orchester Driving Miss Daisy, The Imperial March, Out of Africa, Batman, Gabriel’s Oboe und Fluch der Karibik. Alle Stücke mit einem tosenden Applaus bedacht.
Vorher gab es die Bekanntgabe des Spendenerlöses des Konzerts. Der Vorsitzender des Hospiz-Vereins Andreas Feller und die Hospizleitung Silke Kirchmann bekamen vom Bürgermeister den Spendenbetrag mitgeteilt. Es kamen Euro 2.627 zusammen. Ein warmer Geldsegen für das Hospiz.


Das Landespolizeiorchester NRW mit seinem vielseitigen Repertoire und der hohen Professionalität ist dem Publikum sehr nahe und unterstützt die Polizeibehörden in ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Musik dient dabei als verbindendes Element und trägt zur Vertrauensbildung und zur Vermittlung polizeilicher Anliegen bei. Das Orchester tritt in unterschiedlichen Besetzungen auf. Neben der großen sinfonischen Formation treten die Musiker auch in kleineren Ensembles auf. Das Spektrum reicht von klassischer Musik über moderne Unterhaltung bis hin zu Jazz und Hip-Hop. In der Stadthalle spielten 45 Musiker und verwöhnten das Publikum, dass die Musiker ohne Zugabe nicht von der Bühne ließen. Bürgermeister Schultz machte an Scott Lawton die die klare Ansage: „Ich denke so an vier fünf Zugaben, eher kommen sie sowieso nicht aus der Halle. Die Türen sind abgeschlossen“.
Nach der musikalische Zugabe 1941, wurde das Orchester mit einem frenetischen Applaus inklusive Klatschmarsch verabschiedet. Viele werden Scott Lawtons Worte „Würden die Menschen öfter singen oder zu Konzerten gehen, wäre die Welt sicher friedlicher und die Menschen respektvoller und umgänglicher“ in Gedanken mitgenommen haben.

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