BaFin-Rüge für die Postbank: Nun schnelle Hilfe für Betroffene wichtig

Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V.

© VZ NRW/Artes

Statement der Verbraucherzentrale NRW zur öffentlichen Rüge der Bankenaufsicht BaFin gegen die Postbank wegen „erheblicher Beeinträchtigungen“ im Kundengeschäft.

Massive organisatorische Mängel bei der Postbank im Umgang mit gepfändeten Konten hatte die Verbraucherzentrale NRW am 23.08.2023 kritisiert und Aufsichtsbeschwerde bei der Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingereicht. Die BaFin hat der Postbank nun eine öffentliche Rüge erteilt.

Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, begrüßt diesen Schritt und fordert:

„Die Postbank muss die schwerwiegenden Missstände bei den Pfändungsschutzkonten unverzüglich und endgültig beheben und allen Betroffenen direkte Ansprechpartner nennen, die eine sofortige Freigabe der Kontoguthaben entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen veranlassen. Diese müssen dann auch für eine unbürokratische und schnelle Abwicklung der Schadensersatzansprüche zur Verfügung stehen – ohne Hürden wie eine Telefonbanking-PIN. Die Abwicklung muss für die Kontoinhaberinnen und Kontoinhabern so schnell, einfach und umfassend wie möglich umgesetzt werden.“

Das Vorgehen der Postbank hat Kundinnen und Kunden unmittelbar in existentielle Not gebracht, wie die vielen Beschwerden bei der Verbraucherzentrale NRW zeigen. Es geht nicht nur um „zeitweise technische Störungen“ oder „bedauerliche Einschränkungen im Kundenservice“, sondern offenbar um systematisch- strukturelle Mängel in der Geschäftsorganisation. Kontoinhaberinnen und Kontoinhabern wird – oft über mehrere Wochen – das Kontoguthaben vorenthalten. So etwas darf bei einer großen deutschen Bank, der sehr viele Menschen jeden Monat ihr gesamtes Einkommen anvertrauen, nicht passieren.

1 Kommentar

  1. bei mir nimmt die Postbank seit Monaten Kahlpfändungen durch, trotz Gerichtsbeschluss, welcher bestätigt, daß der pfändbare Gehaltsanteil bereits vom Arbeitgeber an die Insolvenzverwalterin abgeführt wird.

    Etliche Schreiben bleiben unbeantwortet. Nur ein bornierter Anruf, bei dem Unwissenheit und Überheblichkeit konkurrierten.

    Ich habe aufgelegt, weil ich mittlerweile so verzweifelt bin, daß ich bald nicht mehr Herr meiner Sinne bin.

    Mir geht es schlechter, wie vor der Insolvenz und da wollte ich aus Verzweiflung nicht mehr leben.

    Jetzt verdiene ich nen guten Sack voll Geld und kann meine monatlichen Kosten nicht mehr decken und Geld für Essen musd ich mir leihen. 10 Kilo habe ich schon abgenommen.Jetzt BMI unter 18. Danke „Ostbank“

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*