Ab Juli 2027 fließt Solarwärme ins Fernwärmenetz

von Timo Kremerius

V.l.: Dr.-Ing. Eugen Rejek (Ingenieurbüro), Gregor Jeken (Geschäftsführer Stadtwerke Erkrath), Detlef Ehlert (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender), Dr. Christian Untrieser (Aufsichtsratsvorsitzender), Bürgermeister Christoph Schultz und der stellv. Landrat Rainer Schlottmann. Foto: Timo Kremerius

In der letzten Woche trafen sich Vertreter aus Politik, Verwaltung, Stadtwerken und Aufsichtsrat zum offiziellen Spatenstich für die Solarthermieanlage „Am Mühlenkamp“. Bereits im Sommer 2027 soll durch die Anlage Wärme ins Fernwärmenetz gespeist werden.

Die leistungsstarke Solarthermieanlage ist ein zentraler Bestandteil der klimafreundlichen Weiterentwicklung der Fernwärmeversorgung in Erkrath und gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung des Fernwärmenetzes. Auf dem rund 2,5 Hektar großen Areal „Am Mühlenkamp“ entsteht ein Solarthermie Feld mit einer Bruttokollektorfläche von etwa 13.000 Quadratmetern. Ein Wärmespeicher und ein Technikgebäude mit einem Power-to-Heat-Kessel ergänzen die Anlage. Sieben Megawatt Peak Leistung erreicht das Solarthermie Feld bei voller Sonneneinstrahlung und zählt damit zu den größten Solarthermieanlagen Deutschlands. In Nordrhein-Westfalen ist es sogar die größte Anlage dieser Art, die einen spürbaren Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen leisten wird.

„Mit dem Solarthermie Feld am Mühlenkamp setzen wir ein sichtbares Zeichen für die Wärmewende in Erkrath. Wir nutzen die Kraft der Sonne, um unsere Fernwärmeversorgung nachhaltiger, unabhängiger und zukunftssicher aufzustellen“, sagte Gregor Jeken, Geschäftsführer der Stadtwerke Erkrath, bei Spatenstich. Das Projekt zeige, wie erneuerbare Energien ganz konkret vor Ort eingesetzt werden können. Auch der ökologische Mehrwert der Fläche, die bisher landwirtschaftlich genutzt wurde, steht im Fokus und soll mit regionalen Blühpflanzen gestaltet werden, um die Biodiversität zu verbessern.

Die Solarthermieanlage ist ein erster Baustein auf dem Weg zur Dekarbonisierung des Fernwärmenetzes. Der Transformationsplan umfasst verschiedene Technologien, zu denen neben der Solarthermie, Wärmespeichern und Power-to-Heat auch Geothermie, Abwärmenutzung und Biomasse gehören. Er bildet die Basis für die Beantragung von Fördermiteln des Bundes und liefert die Grundlage für eine sichere, wirtschaftliche und nachhaltige Wärmeversorgung. „Unser Anspruch ist es, die Wärmeversorgung in Erkrath langfristig klimafreundlich und wirtschaftlich stabil zu gestalten. Der heutige Spatenstich für das Solarthermie Feld ist dafür ein entscheidender Meilenstein“, äußerte Gregor Jeken.

Die Grafik der Stadtwerke Erkrath vermittelt einen kleinen Eindruck von der größe des Solarthermiefeldes.

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