20 Jahre: Happy Birthday Neanderbad

von Ria Garcia

Happy Birthday Neanderbad. Foto: Ria Garcia

In der letzten Woche wurden im Bistro Kliff des Neanderbads Gäste begrüßt, die nicht zum Baden gekommen waren. Sie waren zum Jubiläum 20 Jahre Neanderbad eingeladen.

Stadtwerke Geschäftsführer Gregor Jeken begrüßte die Gäste, unter denen Bürgermeister Christoph Schultz und sein Amtsvorgänger Arno Werner, Landrätin Dr. Bettina Warnecke, einige Ratsmitglieder, der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Wilfried Schmidt und Vertreter aus Vereinen und DLRG waren. Jeken erinnerte die Gäste in einem kleinen Rückblick an die Anfänge und gab einen Überblick zur weiteren Entwicklung. Am Anfang stand die Entscheidung die zwei bisherigen Bäder in Hochdahl und Alt-Erkrath durch ein zentrales Bad zu ersetzen. Im Frühjahr 2004 gab es die europaweite Ausschreibung für das neue Bad auf der grünen Wiese. Im Juni genehmigte der Aufsichtsrat das 10 Mio. Euro Projekt und die Gesellschafterversammlung gab grünes Licht. Mitte Juli war Baubeginn und nach nur 19 Monaten Bauzeit eröffnete das Neanderbad im Februar 2006.

Nur fünf Jahre später, im Juli 2011, wurde schon wieder investiert. Für 300 Tsd. Euro erhielt das Dach des Neanderbads eine 1.000 Quadratmeter große PV Anlage mit 570 Modulen und rund 128 kWp Leistung, die etwa 100 Tsd. kWh reinen Ökostrom pro Jahr erzeugen, der direkt ins örtliche Netz eingespeist wird. Mit Wärme und Strom aus dem mit Bio-Methangas betriebenen Blockheizkraftwerk ist das Neanderbad seit 2012 klimaneutral. 2016 kam eine Abdeckplane für das Außenbecken hinzu, die den Energieeinsatz noch einmal senkte. „Wir sind in der Region und in Deutschland eines der klimaneutralen Ganzjahresbäder“, erklärte Jeken. Mitte 2016 kam auch der Außenspielplatz im Sandbereich hinzu und das Neanderbad beteiligte sich an Ököprofit. Dafür kam jeder Bereich des Bades auf den Prüfstand und weitere Energiesparmaßnahmen, unter anderem auch LED Beleuchtung, wurden umgesetzt. 2017 erhielt das Neanderbad dann die Auszeichnung Ökoprofit des Kreises Mettmann.

Farbgestaltung im Neanderbad. © Stadtwerke Erkrath

2018 erhielt das Bad dann eine Neugestaltung, für die eine Farbtherapeutin eingebunden wurde. Neben der freundlichen Farbgebung wurde der Schallschutz mit Matten verbessert und zwei Ladesäulen für Elektroautos bereichern seither den Parkplatz. Und nicht immer muss alles neu sein. Manchmal ist gebraucht nachhaltiger. Als der alte Sprungturm Rost ansetzte und Ersatz hermusste, erwarb man einen gebrauchten Edelstahlsprungturm. Nach Corona wurde auch das Kassensystem voll digitalisiert. Im Kassenraum des Bades informieren große Monitore die Besucher und das Neanderle gibt es nicht nur als erstes Schwimmabzeichen für Kinder ab vier Jahren, es spaziert gelegentlich auch lebensgroß als Life-Maskottchen durchs Bad. Kevin Bechmann, Leiter des Neanderbads, hat das Abzeichen eingeführt und legt auch weiterhin einen Schwerpunkt auf das Schwimmenlernen für Kinder.

Kevin Bechmann und Gregor Jeken mit dem Life-Maskottchen Neanderle. Foto: RG

„Auf Anregung des Bürgermeisters haben wir dann auch noch Stellplätze für Wohnmobile eingerichtet“, ergänzte Gregor Jeken weiter. Der ehemalige Beach-Volleyballplatz wurde zum Beach-Fußballplatz und zuletzt wurde auch noch der Vorplatz im Eingangsbereich neu gestaltet und auch die Homepage wurde neugestaltet.

Über fünf Millionen Badegäste

Trotz fast einem ganzen Jahr Schließung während der Corona-Pandemie, einmal waren es mehr als drei Monate, einmal acht Monate, kann das Bad auf eine eindrückliche Erfolgsbilanz mit mehr als fünf Millionen Badegästen zurückblicken. Aber das Neanderbad ist nicht nur ein Freizeitbad, sondern auch wichtig für den Sport und Vereine, wie beispielsweise den TuS, den TSV oder die DLRG. „Mir ist es wichtig hier Danke zu sagen. Danke an das ganze Team. Das Bad ist an 344 Tagen im Jahr geöffnet und in Betrieb. Alle, die hier arbeiten, sind wichtig und halten das Bad am laufen. Danke auch an die Stadt als Gesellschafter und an den Aufsichtsrat“, so Jeken.

Kevin Bechmann lieferte noch ein paar Daten zum Programm im Jubiläumsjahr. Vom 10. bis 15. März findet die Sauna-Woche statt. Am 29. März wartet ein Sonntagsfrühstück auf Besucher und am 18. April finden die 27. Erkrather Stadtmeisterschaften Schwimmen im Neanderbad statt. Hinter die Kulissen könnten Besucher am 20. Mai bei einer Technik-Führung schauen. Drei Tage später, am 23. Mai, findet die Pfingst-Poolparty statt und am 24. Mai gibt es einen Tauch-Schnupperkurs. Jubiläum wird dann am 20. Juni mit einer großen Party und der Band Kuult gefeiert. Weitere Termin im Jahresprogramm gibt es auf der Homepage unter Events.

20 Jahre seien eine große Story, die man weiterschreiben wolle, schloss Jeken schließlich. Mehr als 60 Prozent der Badegäste kämen aus dem Umland, machte er deutlich, dass das Neanderbad längst nicht nur für Erkrath bedeutend ist. Landrätin Dr. Bettina Warnecke hatte ein Geschenk zum Jubiläum mitgebracht: Das Wimmelbild des Kreises Mettmann. Sie wisse, dass einige Mitarbeiter des Kreises vor dem Dienst ins Neanderbad zum Schwimmen kämen. Bürgermeister Christoph Schultz sagte, dass er dankbar für die zurückliegende Entscheidung und den steuerlichen Querverbund sei. Das sei der Grund, warum man keine Einsparungen am Neanderbad vornehmen müsse. Das sei in vielen Kommunen anders, in denen auch über Schließungen von Bädern nachgedacht werde.

Landrätin Dr. Bettina Warnecke schenkte zum Jubiläum das Wimmelbild des Kreises. V.l.n.r.: Dr. Bettina Warnecke, Stadtwerke Geschäftsführer Gregor Jeken und Neanderbadleiter Kevin Bechmann. Foto: nic

Während im kleinen Kreis in der letzten Woche schon das Jubiläum gefeiert wurde, gibt es am 20. Juni die große Party mit der Band Kuult, zu der auch die Badegäste eingeladen sind.

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